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Zukunftsforscher spricht in Rorschach über Megatrends der nächsten zehn Jahre

Roboter können heute schon vieles, was der Mensch kann. Über technische Trends hat der Zukunftsforscher Morell Westermann in Rorschach gesprochen.
Lisa Wickart
Laut dem Microsoft-Zukunftsforscher Morell Westermann ist die Zeit der Roboter schon längst angebrochen. (Bild: Lisa Wickart)

Laut dem Microsoft-Zukunftsforscher Morell Westermann ist die Zeit der Roboter schon längst angebrochen. (Bild: Lisa Wickart)

In Filmen sieht man sie immer wieder – menschenähnliche Roboter. Die Maschinen sprechen und handeln eigenständig und scheinen mindestens so intelligent wie ein Mensch. Doch wie real sind diese so genannten humanoiden Roboter?

«Bald schon sehr real», sagt Morell Westermann. Der Zukunftsforscher und Ingenieur von Microsoft hat am Mittwochabend an der PHSG Mariaberg in Rorschach vor rund 70 Zuhörern einen Vortrag zum Thema «Die Megatrends der nächsten zehn Jahre» gehalten. Seine Vorhersage: Maschinen werden in naher Zukunft intelligenter sein als Menschen.

Maschinen lernen dazu

Roboter sind bereits heute lernfähig. Westermann stellt dazu ein Experiment vor: Ein Roboter ist von Forschern so programmiert worden, dass er selbst Gehen lernt. Nach wenigen Tagen hat die Maschine, die aussieht wie eine Spinne, begriffen, wie sie ihre Beine bewegen muss, um vom Fleck zu kommen. Die Forscher haben den Roboter untersucht und festgestellt, dass er zudem von selbst begonnen hat, Gesichter zu erkennen. Er hat erkannt, dass wenn er die Aufgabe erfüllt und sich von A nach B bewegt, die Mimik der Forscher ändert. Der Alltag werde sich durch Technik immer weiter verändern, sagt Westermann.

Ein Beispiel dafür seien Hörgeräte. «Die Technik ist heute schon so weit, dass sie taube Menschen mit Implantaten hören lässt. Irgendwann werden uns Hörgeräte Frequenzen hören lassen, die wir ohne das Gerät nicht wahrnehmen können», sagt Westermann. «Wir können den menschlichen Körper nicht nur durch Technik reparieren, sondern bald auch optimieren.» Auch werden die Leute in Zukunft nicht mehr ihre eigenen Autos haben, weil in wenigen Jahrzehnten selbstfahrende Taxis viel günstiger würden als ein konventioneller Wagen.

Roboter werden Krankenpfleger

Laut dem Microsoft-Forscher gefährden Roboter in der nahen Zukunft einige Berufe. So würden Maschinen bis in fünf Jahren besser und günstiger putzen können als Reinigungspersonal in Hotels. «Logistikarbeiten oder Warenverkauf können Roboter bereits heute effizient erledigen», sagt er. Und auch der Gesundheitsbereich bleibe von der technologischen Entwicklung nicht verschont. Bereits heute nutzen Ärzte Operationsroboter. «Die Maschine wird fähig sein dazuzulernen und sie wird irgendwann in der Lage sein, eigenständig zu operieren», sagt Westermann.

So müssten auch künstlerische Berufe künftig in Frage gestellt werden. Es gebe bereits Computer, die Kantaten à la Bach komponieren können und das viel schneller als jeder Mensch. «Aus der technologischen Entwicklung werden sich jedoch auch neue Jobs bilden», prophezeit Westermann. Man müsse die Entwicklung in die richtige Richtung bringen und lernen, wie man sich mit der Maschine körperlich verbinden könne, um von ihr nicht ersetzt zu werden.

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