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St.Galler Parteien begrüssen die Pläne zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl

Das Fazit der städtischen Parteien zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl fällt positiv aus. Nur die SVP äussert harsche Kritik am Siegerprojekt «Vadian».
Christoph Renn
Die städtischen Parteien äussern sich positiv gegenüber den Plänen für Marktplatz und Bohl – ausser die SVP. (Bild: Michel Canonica)

Die städtischen Parteien äussern sich positiv gegenüber den Plänen für Marktplatz und Bohl – ausser die SVP. (Bild: Michel Canonica)

Die Rondelle kommt weg, die Bushaltestelle wird verschoben, die Nord-Süd-Achse mehr betont. Die neuesten Pläne der Stadt für die Gestaltung von Marktplatz und Bohl haben bisher mehrheitlich Lob erhalten. Von einem «geschmeidigen Projekt» über «historisch feinfühlig» bis «überraschend einfach» lauteten die Rückmeldungen am letzten Marktplatz-Forum. Ähnlich äussern sich die städtischen Parteien. Grundsätzlich sind sie mit dem Entwurf einverstanden. SVP und Grünliberale äussern jedoch bereits erste Kritik.

«Es ist super, dass es vorwärtsgeht», sagt Peter Olibet, Präsident der SP Stadt St. Gallen. Die gestalterischen Elemente seien von Experten beurteilt worden und soweit in Ordnung. Natürlich gebe es immer einzelne Punkte, die kritisiert werden könnten.

«Im Grossen und Ganzen ist das Siegerprojekt positiv zu bewerten und zu unterstützen.»

Olibet verweist zudem auf den Prozess, in dem die neuesten Pläne entsanden sind. «Mit dem Forum konnte nun sicherlich eine mehrheitsfähige Lösung erarbeitet werden», sagt er. Zudem sei es gut, dass zuerst ein Rahmenkredit bestimmt werde und nicht bereits viel Geld für die Detailplanung fliesse. Doch betont er, dass es wichtig sei, den autofreien Marktplatz nun schnell umzusetzen.

«Die Kosten müssen genau angeschaut werden»

Das erste Fazit fällt auch bei der FDP der Stadt St. Gallen positiv aus. «Es ist sicherlich eine machbare Lösung», sagt FDP-Fraktionspräsident Felix Keller. Ihm sei wichtig, dass die Multifunktionalität des Platzes erhalten bleibe. Sprich, dass Verkehr, Markt und Veranstaltungen an diesem Ort nebeneinander und miteinander möglich bleiben. Genauere Aussagen wolle er noch nicht machen, weil die Fraktion die Pläne der Stadt noch nicht besprochen habe. Doch fügt er an, dass «die Kosten sehr genau angeschaut werden müssen, wenn die Vorlage vors Stadtparlament kommt.»

Den finanziellen Aspekt spricht auch CVP/EVP-Fraktionspräsident Patrik Angehrn an. «Die Gestaltung von Marktplatz und Bohl muss in einem vernünftigen finanziellen Rahmen umgesetzt werden», sagt er. Bei den vorangegangenen zwei Abstimmungen zur Neugestaltung hätte man zu wenig für das Geld bekommen. Doch sei er dem Projekt gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt.

«Der Beitrag ‹Vadian› ist kein grosser Wurf. Das ist aber in keinster Weise ein Vorwurf gegenüber der Stadt.»

Im Gegenteil: «Vadian» sei ein pragmatisches und realistisches Projekt, das hoffentlich mit einem geeigneten finanziellen Aufwand verwirklicht werden könne. Er begrüsse vor allem, dass die Nord-Süd-Achse stärker betont werde und dass mit dem Entfernen der Rondelle mehr Freiraum entstehe.

«Es sind zu viele Aufgaben noch nicht gelöst»

Der Abbruch der Rondelle ist es, der die SVP bereits erste Kritik äussern lässt. Vor allem deshalb, weil «die vorgeschlagenen Pavillons nicht ganz den Wünschen der Marktstandbetreiber entsprechen», wie SVP-Stadtparlamentarier Markus Haid sagt. Sowieso sei der erste Eindruck des Projekts eher negativ. Haid sei gar überrascht gewesen, dass die Jury sich für dieses Projekt entschieden habe. «Meines Erachtens sind mit den neuen Plänen der Stadt zu viele Aufgaben nicht gelöst», sagt er.

Auch die Grünliberalen bemängeln einige Punkte bei der Neugestaltung von Marktplatz und Bohl. Jedoch stehe die Partei grundsätzlich hinter dem Projekt, wie ein Mitglied der Partei in Vertretung der Stadtparlamentarier sagt. Einige Mitglieder befürchteten jedoch, dass die flexible Fläche für Events auf dem Marktplatz wohl zu klein ausfallen werde. Dieser Makel soll trotzdem nicht zu einem Nein bei der kommenden Abstimmung führen. Bei solchen Grossprojekten gebe es immer Punkte, die nicht allen Interessengruppen passen würden.

«Es fehlen Sitzgelegenheiten ohne Konsumationszwang»

Anklang finden die Pläne der Stadt bei Clemens Müller, Fraktionspräsident der Grünen und Jungen Grünen. «Der erste Eindruck ist positiv. Auf diesen Plänen kann man aufbauen», sagt er. «Vadian» sei sicherlich kein utopisches Projekt, was in diesem spezifischen Fall die richtige Lösung sei. Auch ihm gefalle bei dieser Variante die Betonung der Nord-Süd-Achse.

Doch Clemens Müller äussert auch erste Besorgnis: «Mir fehlen Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang», sagt er. Zwar sei ihm beim Forum versichert worden, dass diese noch folgen würden. «Ich frage mich aber, wieso alle kommerziellen Plätze bereits eingetragen sind, die anderen jedoch nicht.» Marktplatz und Bohl dürfen laut Müller keine blosse Konsumationsfläche werden.

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