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Massnahmen gegen das Ladensterben: St.Gallen erhält ein Management für die Innenstadt

Statt eines City-Managers wird jetzt gleich ein «City Management Board» installiert. Die Fäden laufen bei der
 Standortförderung zusammen. Jährlich werden 100'000 Franken in die Belebung der St.Galler Innenstadt investiert.
Daniel Wirth
Die Altstadtgassen sollen verstärkt ein Ort der Begegnung werden. (Bild: Benjamin Manser (19. April 2019))

Die Altstadtgassen sollen verstärkt ein Ort der Begegnung werden. (Bild: Benjamin Manser (19. April 2019))

Die Einführung eines City-Managers als Massnahme zur Belebung der St.Galler Innenstadt wurde wegen mangelnder ideeller und finanzieller Unterstützung auf Eis gelegt. Jetzt sei eine andere Lösung gefunden worden, sagte Samuel Zuberbühler, neuer Leiter der Standortförderung der Stadt St.Gallen, am Dienstagabend am Frühlingsforum des Projekts «Zukunft St.Galler Innenstadt» im Palace. Das Kulturlokal am Blumenbergplatz war mit rund 180 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt.

«Ein fünfköpfiges City Management Board» soll in Zukunft die direkte Anlaufstelle werden», sagte Zuberbühler, der das Forum mit viel Schwung moderierte. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertretern von Gewerbe Stadt St.Gallen, St.Gallen-Bodensee Tourismus, Gastro Stadt St.Gallen, Pro City und der Standortförderung. Dort, in der von Zuberbühler geleiteten Fachstelle, laufen die Fäden zusammen.

Jährlich will das «City Management Board» 100000 Franken zusammenlegen und in die Belebung der Innenstadt investieren. Dieser Betrag sei realistisch und der Finanzierungsschlüssel derzeit in Diskussion. Als erstes werde nun eine gemeinsame Strategie erarbeitet, um diese dann mit konkreten Massnahmen zu bestücken. Zuberbühler sagt:

«Der Start ist im nächsten Jahr geplant.»

Drei digitale Projekte in der Umsetzung

In enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St.Gallen sind gemäss dem neuen Standortförderer drei digitale Projekte in der Umsetzung. Der Nachrichtendienst «City Messenger» ist eine Applikation, mit der Bewohner und Besucher mit den Detaillisten in Kontakt treten können; die Einführung ist für Oktober geplant.

Die Website «Pop-Up City» ist in Bearbeitung. Sie soll helfen, das richtige leer stehende Lokal für die richtige Zwischennutzung zu finden.

Und mit einem Bonussystem sollen regelmässige Besucher der Innenstadt ein «Zückerli» bekommen; dieses Projekt ist in der Analysephase.

Spielstationen in Planung

Katy Rohner präsentierte im Palace für die Teilprojektgruppe «Lebensraum» den aktuellen Stand rund um das Projekt «Märlistation» beim Blumenbergplatz. Sie soll im auf die Sommerferien hin den Betrieb aufnehmen. In einer nicht mehr gebrauchten Telefonkabine können Kinder mit Kopfhörern Märchen hören. Gemäss Rohner konnten schon einige Sponsoren gefunden werden, es brauche aber noch mehr, sagte sie.

Weitere Spielstationen seien in Planung: Kreiselblumen in der Neugasse, ein Labyrinth auf dem Grüningerplatz, ein Memory-Spiel in der Webergasse und eine Piano-Treppe, für die aber noch kein Standort gefunden wurde. In der Marktgasse sollen die Leute auf Möbeln sitzen bleiben.

Als Tourismusort mehr Öffnungszeiten-Flexibilität

Vor allem die Detaillistenorganisation Pro City ist daran interessiert, dass die Läden in der Innenstadt am Samstag eine Stunde länger bis 18 Uhr geöffnet bleiben dürfen. Stadtpräsident Thomas Scheitlin sagte, der Stadtrat habe den Ball aufgenommen. Zusammen mit den Detailhändlern werde nun ein Perimeter festgelegt, in dem die Öffnungszeiten erweitert werden sollten. Das letzte Wort darüber hat die St.Galler Regierung. Zuberbühler sagt, ein zeitlicher Plan sei schwierig festzulegen. In einer Antwort auf eine entsprechende Interpellation wird Mitte 2020 für die Einführung anvisiert.

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