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Dunkle Wolken, friedliche Stimmung: Wittenbacher Maimarkt trotzt Regenwetter

Trotz Regen und Wind sind die Besucherinnen und Besucher am Maimarkt in Wittenbach nicht ausgeblieben: Sie liessen sich an den Ständen inspirieren, kauften Setzlinge oder probierten vegane Lebensmittel.
Andrina Zumbühl
Wer am Samstag über den Maimarkt in Wittenbach flanierte, brauchte eine dicke Jacke. (Bild: Benjamin Manser)

Wer am Samstag über den Maimarkt in Wittenbach flanierte, brauchte eine dicke Jacke. (Bild: Benjamin Manser)

Einen Frühlingsmarkt im Monat Mai hätte man sich durchaus anders vorgestellt. Statt mit einer leichten Sommerjacke bekleidet über den Dorfhügel zu schlendern und sich im Sonnenschein zu unterhalten, musste am Samstagnachmittag dem Regen und Wind getrotzt werden. Davon liessen sich die Besucherinnen und Besucher des Maimarktes in Wittenbach aber nicht beirren. Fröhlich plaudernd kauften sie schmetterlingsfreundliche Setzlinge, degustierten vegane Produkte oder liessen sich an Infoständen beraten.

Andrang beim Schmetterlingsexperten

Besonders gefragt ist am Samstag der Schmetterlingsstand, hinter dem der als «Papa Papillon» bekannte Marc de Roche steht. Statt von Schmetterlingen wird er nun von Kundinnen und Kunden umschwärmt und beantwortet geduldig alle Fragen. Ein Bub, dessen Schulklasse «Papa Papillon» bereits am Tag zuvor besucht hat, steht nun zusammen mit seinem Vater am Stand und folgt fasziniert den Ausführungen des Schmetterlingexperten.

«Die Kinder waren anscheinend begeistert vom Thema Schmetterling», sagt Sibylle Zünd, die am Stand mithilft. Auch der Vortrag am Freitagabend im Hirschensaal sei ein Erfolg gewesen. Es habe Lust gemacht, etwas für die Schmetterlinge zu bewegen. Das Publikum habe gelernt, wie wichtig es sei, wo die Schmetterlinge ihre Eier ablegen können. Die Raupen benötigen nämlich ganz spezifische Pflanzen als Futter.

Ausverkaufter Gewürzfenchel

Diese Begeisterung für Schmetterlinge ist auch bei den Pflanzenständen spürbar. Der Gewürzfenchel, der für die Schmetterlinge besonders gut ist, war schon am Morgen ausverkauft, wie Martina Popp vom Stand der Pflanzenwerkstatt Kappelhof sagt.

Mit Mütze und Schal: Zwei Männer schrauben am Maimarkt einen Nistkasten zusammen. (Bild: Benjamin Manser)

Mit Mütze und Schal: Zwei Männer schrauben am Maimarkt einen Nistkasten zusammen. (Bild: Benjamin Manser)

Auf einem Rundgang über den Markt ist auch Michel Klein von der IG Denkmal anzutreffen. Ein Anliegen des Maimarktes sei es, den historischen Dorfkern zu beleben, sagt er. Durch das Motto «Miteinander füreinander» war die Idee entstanden, Menschen zusammenzubringen.

So geht es beim Maimarkt nicht nur um Pflanzen und Lebensmittel, sondern auch um Solidarität und Soziales.

Zudem seien alle Stände um eine nachhaltige Entwicklung bemüht. Am Stand von Regioterre beispielsweise informiert Nicole Inauen über ein Abo für Biogemüse. Wer ein solches löst, kann ab Juni in Wittenbach wöchentlich eine Gemüsetasche beziehen, die in fünf Grössen erhältlich ist. Fünf Biobauern aus der Region liefern das Obst und Gemüse dazu. Regionalität und Saisonalität seien die Hauptanliegen. «Das Schöne ist, dass man jede Woche eine Überraschung bekommt», sagt Inauen. «Vielleicht ist auch einmal etwas in der Tasche, was man selber normalerweise nicht kaufen würde.»

Alles vegan: vom Fleischkäse bis zum Kuchen

Am Stand zur veganen Ernährung steht Tamara Holenstein aus Wil, die seit fast vier Jahren vegan lebt. «Ich möchte die Menschen dazu inspirieren, auch einmal zu versuchen, auf tierische Produkte zu verzichten», sagt sie. So bietet sie etwa vegane Kochkurse an oder ist als Ernährungsberaterin tätig. Klimaschutz beginne beim Essen. «Hier, probieren Sie!», sagt Tamara Holenstein zu Passanten. Von Quark über Kuchen und Getränken bis zum veganen Fleischersatz sei alles möglich. «Eine Besucherin hat vorher den ganzen veganen Fleischkäse gekauft.»

Eines haben am Samstag alle Anbieter am Maimarkt gemeinsam: Die Begeisterung und Motivation, etwas für die Natur zu tun. «Und zwar nicht verbissen, sondern weil man wirklich will», sagt Sibylle Zünd. Es seien ja die kleinen Dinge, die am Ende etwas Grosses bewirken können.

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