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Kantonsrätin Luzia Krempl: Erster Tag, erster Vorstoss

Die Goldacher CVP-Politikerin Luzia Krempl hat am Dienstag im Kantonsrat in St. Gallen ihren Eid abgelegt. Eine lange Anlaufzeit braucht sie nicht, bereits am ersten Sessionstag hat sie eine Interpellation eingereicht.
Rudolf Hirtl
Die Goldacherin Luzia Krempl sitzt seit gestern für die CVP der Region Rorschach im St. Galler Kantonsrat. (Bild: Regina Kühne)

Die Goldacherin Luzia Krempl sitzt seit gestern für die CVP der Region Rorschach im St. Galler Kantonsrat. (Bild: Regina Kühne)

Nervös sei sie nicht, sagt die 48-jährige Goldacherin knappe zwei Stunden vor dem feierlichen Moment. Doch als alles vorbei ist und sie zusammen mit vier weiteren neuen Mitgliedern vor der Versammlung den Schwur geleistet hat, das ihr auferlegte Amt mit aller Gewissenhaftigkeit und Treue zu erfüllen, da steht ihr die Erleichterung dann doch ins Gesicht geschrieben. «Als ich vorne gestanden bin, da war das schon ein spezieller Moment. Man überlegt, was dies bedeutet und wird sich bewusst, welch grosse Verantwortung man nun hat», sagt Luzia Krempl und räumt ein, dass da doch noch dieses Kribbeln im Bauch gewesen sei.

Mitgefiebert hat draussen auf der Zuschauertribüne auch Ehemann Bernhard Krempl. «Es war ergreifend, diesen feierlichen Moment miterleben zu dürfen», sagt er. Er freue sich für seine Frau, auch wenn er sie nun etwas weniger zu Gesicht bekäme.

Als Neuling gleich auf dem dritten Platz gelandet

«Als Vater ist man stolz auf die Tochter», räumt Walter Gnädinger ein, der selber politisch aktiv war und zwölf Jahre als Gemeinderat in Goldach wirkte. Sie trete nun ja nicht nur in seine politischen Fussstapfen, sondern mache sogar noch einen Schritt weiter, was eine tolle Sache sei, so der pensionierte Zahnarzt, der die Vereidigung ebenfalls vor Ort mitverfolgt.

Die politische Karriere von Lucia Krempl wurde vor drei Jahren so richtig lanciert, als sie sich auf der CVP-Liste für einen Sitz im Kantonsrat zur Wahl stellte. Hinter den bisherigen Felix Bischofberger und Monika Lehmann schaffte sie es mit 1823 Stimmen auf Anhieb auf den dritten Platz. Nach dem Rücktritt von Monika Lehmann auf Ende der Februarsession rückt Krempl nun in den Kantonsrat nach.

Nicht weiter erstaunlich ist, dass sich die Pflegefachfrau vor allem in Sachen Gesundheit im Rat engagieren will. Sie habe da schon ein paar Ideen, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Auch Baustoffe sollen klimafreundlich sein

Aber auch andere Themen liegen ihr am Herzen, wie die Interpellation «Nachhaltigkeitskriterien beim Submissionsgesetz» zeigt, die sie an ihrem ersten «Arbeitstag» zusammen mit den CVP-Kantonsräten Patrick Dürr, Widnau, und Sepp Sennhauser, Wil, einreicht. Sie will von der Regierung wissen, welche Möglichkeiten diese sieht, bei Sanierungen von kantonalen Bauten vermehrt klimafreundlich oder sogar – neutral vorzugehen? Die Mutter dreier Töchter und eines Sohnes sieht keine Probleme, Beruf und Politik unter einen Hut zu bringen. Die Termine der Sessionen seien ja schon früh bekannt und auch bei kurzfristigen Anlässen liesse sich eine Lösung finden. Die Gesprächskultur im Kantonsrat empfindet sie als sehr offen und sie freut sich auf die spannenden Aufgaben.

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