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Kellen-Knatsch: Jetzt gibt es Ansätze von Lösungen

Die Parteien im Fall Kellen sind erneut zusammengesessen. Es ein Papier, das erste Lösungsansätze formuliert. Doch diese lassen viel Spielraum für Interpretationen. Die wichtigsten Details sind noch ungeklärt.
Martin Rechsteiner
Die Fussballwiese der «Kellen», dahinter das Restaurant Sporttreff. Der FC will auf der Anlage ebenfalls Einnahmen machen. (Bild: jor)

Die Fussballwiese der «Kellen», dahinter das Restaurant Sporttreff. Der FC will auf der Anlage ebenfalls Einnahmen machen. (Bild: jor)

Der Streit um die Pächterrechte des Restaurants Sporttreff auf der Sportanlage Kellen in Tübach zieht sich seit einigen Monaten hin. Die involvierten Parteien haben sich in den vergangenen Wochen bemüht, eine gemeinsame Lösung zu finden.

So habe vor gut zwei Wochen ein weiterer Runder Tisch stattgefunden, wie der Goldacher Gemeindepräsident Dominik Gemperli, sagt. Er präsidiert den Verwaltungsrat des Zweckverbands Kellen – das Gremium, das die Geschicke der Sportanlage lenkt. Am runden Tisch dabei waren unter anderem Rolf Muttner, derzeit Pächter des «Sporttreffs», Markus Hundsbichler, Präsident des FC Rorschach-Goldach 17, Michael Götte, Gemeindepräsident von Tübach. Gemperlis Ziel ist es, den Konflikt so schnell wie möglich für alle Beteiligten fair zu lösen, wie er selbst sagt. «Es muss möglich sein, dass wir eine Einigung erzielen.»

Eine Einrichtung für die Vereine

So habe es am vergangenen runden Tisch erste Lösungsansätze gegeben. «Wir haben Grundzüge einer möglichen Vereinbarung diskutiert», sagt Gemperli. Demnach soll es eine fixe Installation auf dem Kellen-Gelände geben, in der Vereine, darunter auch der FC Rorschach-Goldach 17, eine Festwirtschaft betreiben können. Ein Vertrag soll regeln, bei welchen Veranstaltungen sie das tun dürfen. «Das ist aber erst eine Idee», betont Gemperli. Es gebe noch viel zu klären. Vor allem die Details seien wichtig und könnten noch für Diskussionen sorgen. «So ist noch nicht klar, wie gross die Einrichtung wird und über welche Ausstattung sie verfügt.» Ebenfalls sei der Standort der Einrichtung noch nicht abschliessend geklärt, es gebe rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Zonierung. «Und natürlich müssen die vertraglichen Details, wie etwa an welchen Anlässen der FC und die anderen Vereine eine Festwirtschaft betreiben dürfen und welches Angebot diese haben darf, geregelt werden.» Das ist laut Gemperli ein zentraler Punkt, der noch zu Diskussionen führen könnte. Zudem müssten auch noch baurechtliche Aspekte beherzigt werden. Die Gemeinde Tübach müsse eine Bewilligung erteilen.

«Wir sind also noch am Anfang», fasst Gemperli zusammen. Bald wollen sich die Parteien wieder treffen. Vergangene Woche hat er die Ideen, die aus dem runden Tisch hervorgegangen sind, zu Papier gebracht und sie den beiden Parteien – dem FC und dem Wirtenpaar – zugestellt. Bis vorgestern Mittwoch konnten diese ihre Anliegen dazu dem Zweckverbandspräsidenten zurückmelden.

Parteien haben sehen Lösung unterschiedlich

Dies ist geschehen. Was genau die zwei Parteien Gemperli geantwortet haben, sagen sie aber nicht im Detail. Beide scheinen aber mit dem Lösungsansatz zufrieden, der offensichtlich Interpretationsspielraum zulässt. Für Sporttreff-Pächter Rolf Muttner ist nach wie vor von einem Verkaufsstand auf der Gegentribüne die Rede: «Wir waren an der Idee beteiligt und unterstützen sie», sagt er. «Die Sportanlage ist gross genug für die Vereine und uns.» Er stellt aber klar: «Natürlich, je näher die Vereinseinrichtung an unserem Restaurant ist und je grösser deren Angebot, desto grösser die Konkurrenz für uns.» Muttner ist aber zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird.

FC-Präsident Markus Hundsbichler sagt: «Für uns ist die Festwirtschaft, so wie sie der Zweckverbandspräsident skizziert, ein gangbarer Weg.» Auch für den FC komme es jetzt auf die Details an. Die Anliegen dazu seien bei Dominik Gemperli deponiert. «Der Ball liegt nun beim Verwaltungsrat des Zweckverbands.»

«Der Teufel sitzt oft im Detail»

Gemperli bestätigt, dass er Rückmeldungen bekommen hat. Auch er kann nichts Konkretes zu deren Inhalt sagen. «Ich hoffe aber wirklich, dass es eine Lösung geben wird.» Der Teufel sitze oft im Detail, fügt er an.

Trotz erster Annäherungen der Streitparteien ist das Kapitel Kellen noch nicht beigelegt. «Ein weiterer Runder Tisch ist sicher nötig», sagt Gemperli. Dieser werde nach seiner Idee bald stattfinden.

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