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Erste Tango-Schritte im St.Galler Ruckhaldetunnel

Seit dieser Woche testen die Appenzeller Bahnen die neuen «Tango»-Züge im Tunnel unter der Ruckhalde. Zwischen Gais und Appenzell sind sie bereits im Einsatz. Doch der steile Tunnel bringt nochmals ganz andere Herausforderungen mit sich.
Text: David Gadze, Video: Raphael Rohner
Lokführerin Carmen Sieber Wirth fährt mit dem «Tango» beim Nordportal in den Ruckhaldetunnel. Eine Minute später kommt der Zug im Riethüsli wieder heraus. (Bild: Thomas Hary/5. September 2018)

Lokführerin Carmen Sieber Wirth fährt mit dem «Tango» beim Nordportal in den Ruckhaldetunnel. Eine Minute später kommt der Zug im Riethüsli wieder heraus. (Bild: Thomas Hary/5. September 2018)

In einem Monat geht der Ruckhaldetunnel in Betrieb. Doch bereits jetzt fahren Züge hindurch: Die Appenzeller Bahnen absolvieren seit Montag Testfahrten mit den neuen «Tango»-Zügen. Der Unterschied zur Fahrt entlang der alten Strecke über die Ruckhalde ist bei der Testfahrt am Mittwoch augenscheinlich: Leise und ruhig fährt der «Tango» in den 700 Meter langen Tunnel, eine Minute später kommt er im Riethüsli wieder heraus. Ohne das Rattern des Zahnrads, ohne das Quietschen der Räder, aber auch ohne die Aussicht auf St.Gallen.

Im Video: Auf Testfahrt durch den neuen Ruckhaldetunnel:

Über 1200 Plastikkanister fahren mit

Für die Testfahrten ist der Zug an diesem Tag mit Volllast unterwegs. In Zahlen ausgedrückt: Zum Leergewicht von 86 Tonnen kommen weitere 25 Tonnen hinzu, die in rund 1200 Plastikkanistern zu je 20 Kilogramm im ganzen Zug verteilt sind. Sie sollen einen bis auf den letzten der 369 Plätze besetzten Zug simulieren.

Der ganze «Tango» ist verkabelt. Am einen Ende haben sich Mitarbeiter der Herstellerfirma Stadler Rail einen Arbeitsplatz eingerichtet. Auf Computerbildschirmen verfolgen und dokumentieren sie jede Regung des Zuges. Während zweier Wochen testen sie nun sein Bremsverhalten und vor allem die Länge der Bremswege im Ruckhaldetunnel. Dabei kommen die drei verschiedenen Bremstypen zum Einsatz – die elektronische, die mechanische und die Magnetscheiben-Bremse –, und zwar sowohl bei beladenem als auch bei unbeladenem Zug und dann noch bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Ein Vollstopp bei 20 Stundenkilometern während der Testfahrt zeigt eindrücklich, welche Kräfte dabei wirken. Insgesamt gebe es um die 100 Bremssituationen, die in den kommenden Tagen mehrfach getestet würden, sagt AB-Mediensprecherin Sabrina Huber. Dies erfordere sehr viel Detailarbeit.

Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. (Bild: Thomas Hary)
6 Bilder

Testfahrt mit den neuen Zügen der Appenzeller Bahnen

Die Lokführer müssen noch in die Schule

Lokführerin Carmen Sieber Wirth freut sich auf die Fahrten mit dem neuen Zug. Im Vergleich zur Trogenerbahn sei die Umstellung nicht so gross, im Vergleich zu den alten Zügen auf der Strecke nach Appenzell allerdings schon. Die Fahrt durch den Ruckhaldetunnel mit einer maximalen Steigung von 80 Promille sei keine grosse Herausforderung, schliesslich gebe es auch auf der Strecke nach Speicher fast so steile Abschnitte. Dennoch müssen die AB gemäss Sabrina Huber in den kommenden Wochen die rund 60 Lokführerinnen und Lokführer für Fahrten auf der Neubaustrecke schulen.

Kosten von 90 Millionen Franken

Die Kosten des neuen Tunnels belaufen sich auf 63 Millionen Franken. Die gesamten Infrastrukturmassnahmen kosten 90 Millionen Franken.

Am 6. Oktober wird der neue Tunnel feierlich eingeweiht. Tags darauf wird der erste Zug fahrplanmässig die ersten Passagiere befördern. Ab Fahrplanwechsel am 9.Dezember verkehren die neuen «Tangos» auf der ganzen Durchmesserlinie. Der Vierstelstundentakt tritt ab Februar 2019 in Kraft.

Bild: Urs Bucher
Bild: Urs Bucher
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Bild: Urs Bucher
Bild: Urs Bucher
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Bild: Urs Bucher
Bild: Urs Bucher
Bild: Urs Bucher
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16 Bilder

Testfahrt der neuen Tango-Züge der Appenzellerbahnen

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