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«Chaotische Zustände»: Lichtsignal in Wittenbach verunsichert Eltern

Genau zum Schulanfang ist in Wittenbach ein Lichtsignal auf Höhe des Schulhauses Kronbühl wiederholt ausgefallen. Laut Polizei und Eltern ist das nicht das einzige Problem.
Marco Cappellari
Der Schulweg vieler Wittenbacher Kinder führt über die viel befahrene St.Gallerstrasse. (Bild: Ralph Ribi)

Der Schulweg vieler Wittenbacher Kinder führt über die viel befahrene St.Gallerstrasse. (Bild: Ralph Ribi)

Für knapp 800 Primarschüler und Kindergärtler hat Ende August in Wittenbach das Schuljahr wieder angefangen. Knapp 250 davon besuchen das Schulhaus Kronbühl, das sich nahe der viel befahrenen St.Gallerstrasse befindet. Just zum Schulanfang gab es nun immer wieder Ausfälle des Lichtsignals auf Höhe des Schulhauses Kronbühl. Dies hat teilweise zu gefährlichen Szenen geführt, Eltern berichteten von «chaotischen Zuständen».

Autofahrer hätten nicht angehalten, um die Kinder über die Strasse zu lassen. Die Kantonspolizei sah sich gar dazu veranlasst, im Mitteilungsblatt der Gemeinde Wittenbach die Verkehrsteilnehmer daran zu erinnern, dass Fussgängern in solchen Fällen Vortritt zu gewähren ist. Dies, nachdem Beamte der Kapo vor Ort gewesen seien und die Situation mit eigenen Augen gesehen hätten.

Lichtsignal war erst kürzlich erneuert worden

«Es kam zu mehreren Ausfällen. Genau beziffern kann ich es nicht», sagt Sascha Bundi, Leiter Mobilität und Planung beim kantonalen Tiefbauamt, das für die St. Gallerstrasse verantwortlich ist. Die Aufälle hätten unterschiedliche Gründe gehabt. In einigen Fällen sei die Kantonspolizei aufgeboten worden, um den Verkehr zu regeln. Etwa dann, wenn die Signalisation komplett ausfiel. «In der Regel war das Lichtsignal innerhalb weniger Stunden wieder in Betrieb», sagt Bundi.

Am Ende sei ein defektes Steuergerät entdeckt und ersetzt worden. Die entsprechende Lichtsignalanlage sei laut Bundi erst im Mai erneuert worden, da sie nach 15 Jahren die Lebensdauer erreicht hatte. Mittlerweile funktioniere das Lichtsignal wieder einwandfrei.

Für einige Eltern ist die Angelegenheit damit aber noch nicht erledigt. «Die St. Gallerstrassse ist einer der meistbefahrenen Strassen im Kanton», sagt der Vater eines Sechstklässlers, der anonym bleiben möchte. Auch mit einer funktionierenden Lichtsignalanlage sei der Schulweg äusserst gefährlich, die Situation für Fussgänger unübersichtlich.

«Es ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert.»

In der Tat bietet sich auf der St. Gallerstrasse allmorgendlich ein eindrückliches Bild. Eine schier endlose Kolonne an Autos und Lastwagen fährt genau dann am Schulhaus Kronbühl vorbei, wenn die meisten Kinder auf dem Schulweg sind. «Haarsträubend» nennt Urs Schwizer von der Polizeistation Wittenbach das Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund wolle man demnächst mit Eltern und der Schule zusammensitzen. «Wir möchten, dass etwas getan wird», sagt der besorgte Vater. «Doch wir haben den Eindruck, dass sich niemand zuständig fühlt.»

Schulrat beruft Elternabend ein

Ruth Keller, Schulratspräsidentin

Ruth Keller, Schulratspräsidentin

«Die Zuständigkeit liegt beim Kanton, wir können nur unsere Anliegen anbringen», sagt die Schulratspräsidentin der Primarschulgemeinde Wittenbach, Ruth Keller. Grundsätzlich sei der Schulweg Sache der Eltern. Aufgrund der Situation am Lichtsignal und der besorgten Reaktionen einiger Eltern sei für diese Woche ein Treffen mit Eltern, Schule und Polizei angesetzt worden. Dabei werde hauptsächlich die Kantonspolizei zu Wort kommen. Es soll aber auch besorgten Eltern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Anliegen anzubringen und von ihren Sorgen zu berichten. Erst danach werde die Schulratspräsidentin die Einleitung weiterer Schritte in Erwägung ziehen. «Wir müssen den Ausgang der Gespräche abwarten», sagt Ruth Keller.

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