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Verhandlungen mit der Post fruchten: Lichtblick für Postagenturen

Klassische Poststellen haben auch in der Region Rorschach einen schweren Stand. Sie verschwinden nach und nach und werden durch Postagenturen ersetzt. Diese erhalten laut deren Verbandsvertreter Felix Bischofberger bald mehr Befugnisse.
Rudolf Hirtl
Postagenturen wie diese in Altenrhein müssen ihre Angebotspalette erweitern, um über die Runden zu kommen. (Bild: Rudolf Hirtl)

Postagenturen wie diese in Altenrhein müssen ihre Angebotspalette erweitern, um über die Runden zu kommen. (Bild: Rudolf Hirtl)

In der Region Rorschach sind die Poststelle im Goldacher Zentrum sowie die Filialen in Rorschach und Rheineck vorerst gesichert. In Staad, Altenrhein, Tübach, zuletzt kam Thal hinzu, wird die Poststelle bereits von Partnern geführt. Ungewiss ist die Zukunft der Postfilialen in Steinach und Rorschacherberg. Wenigstens die dortigen Gemeindepräsidenten sind zuversichtlich, sie erhalten zu können.

Als eine der ersten klassischen Poststellen in der Region am See wurde 2014 jene in Altenrhein geschlossen. Felix Bischofberger, Agenturnehmer der ersten Stunde, bietet seither im ehemaligen Postgebäude eine Alternative mit kleinerem Angebot an. Allerdings nur, was den Service-public betrifft. Ansonsten hat er seine Angebotspalette sukzessive erhöht. Papeterieartikel, Lebensmittel des täglichen Bedarfs, Brot von der Bäckerei, Fleisch von der Metzgerei bietet er ebenso an, wie einen Fahrradverleih, Autobahn-Vignetten für die Schweiz und Österreich und eine Annahmestelle für die chemische Reinigung.

Massenbriefsendungen sind jetzt möglich

Seit dem 1. Oktober ist die Post & Services Altenrhein GmbH zudem auch Lotto-Annahmestelle. «Nur mit der Postagentur allein kämen wir nicht über die Runden. Man muss im Ort schauen, was die Menschen für Bedürfnisse haben und das Angebot dementsprechend ergänzen», sagt der CVP-Kantonsrat. Die Altenrheiner würden seine Bemühungen honorieren und das Angebot auch nutzen, sagt er und zeigt sich dankbar. Weniger glücklich ist er über die Einschränkungen, die Postagenturen gegenüber klassischen Poststellen haben. So ist der Verkauf einzelner Briefmarken oder eine Bareinzahlung nicht gestattet. Wenigstens sind heute Massenbriefsendungen möglich, was für Firmen von Vorteil ist. «Aber nur dann, wenn es die Platzverhältnisse zulassen», sagt Bischofberger und verweist auf den Passus in der Übereinkunft mit der Post.

Felix Bischofberger, St.Galler CVP-Kantonsrat, ehemaliger Poststellenhalter und heute Leiter der Postagentur in Altenrhein.

Felix Bischofberger, St.Galler CVP-Kantonsrat, ehemaliger Poststellenhalter und heute Leiter der Postagentur in Altenrhein.

Alle Postagenturen sollen bedient werden

Möglich gemacht hätten dies Verhandlungen des Verbandes der Postagenturen, den Felix Bischofberger mitgegründet hat. Noch seien nicht alle Verhandlungen mit der Post abgeschlossen, doch sie seien auf einem guten Weg. So sei unter anderem eine bessere, finanzielle Entschädigung für Postagenturen ein Thema. Zudem werde über ein Modell diskutiert, das vorsieht, dass alle Postagenturen bedient werden, zumal die Selbstbedienungstheken keine optimale Lösung für die Kundschaft seien. «Ausserdem sind wir mit der Post dabei, eine Aus- und Weiterbildung für Postagentur-Angestellte auf die Beine zu stellen», sagt Bischofberger. Er betont, dass es sich gelohnt habe, den Verband zu gründen, dem Parteikollege und Nationalrat Thomas Ammann als Präsident vorstehe. «So erhalten unsere Stimmen mehr politisches Gewicht und es wird hoffentlich möglich werden, die meisten unserer Anliegen zu verwirklichen.»

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