Leichtathletik
Ligaerhalt: Der LC Brühl überzeugt an den Schweizer Vereinsmeisterschaften bei den Frauen und den Männern

Zum Saisonabschluss gelang sowohl den Brühler Frauen in der NLA als auch den Brühler Männern in der NLB der Klassenerhalt – trotz Abwesenheit einiger Leistungsträgerinnen und Leistungsträger.

Fiona Rüttimann und Urs Siegwart
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Brühls Dominic Lobalu (Zweiter von rechts) steuerte einen Sieg bei.

Brühls Dominic Lobalu (Zweiter von rechts) steuerte einen Sieg bei.

Urs Siegwart

An den Schweizer Vereinsmeisterschaften (SVM) in der NLA schaffte das Frauenteam des LC Brühl erfolgreich den Ligaerhalt. Mit 202,5 Punkten erreichten die Frauen in Basel den siebten Schlussrang. Dieses Resultat ist erfreulich, musste doch das Team ohne die Unterstützung ihrer international erfolgreichen Topathletinnen antreten.

Alina Tobler holte im Dreisprung 14 Punkte.

Alina Tobler holte im Dreisprung 14 Punkte.

Michel Canonica

Die erfolgreichste Punktesammlerin des Tages war Alina Tobler. Im Dreisprung sammelte sie 14 Punkte und im Weitsprung 12. Weitere fleissige Punktesammlerinnen waren Larissa Bertényi mit 15 respektive 10 Punkten über 100 m Hürden und im 100 m Sprint, Murielle Brehm mit 13 Punkten über 400 m Hürden und 10 Punkten im Speerwurf.

Auch Belinda Rickli mit 11 Punkten im 3000 m Lauf und 6 Punkten im 800 m Lauf sowie Michelle Nyffenegger mit 14 Punkten im Kugelstossen holten wichtige Punkte für das Team. Des Weiteren erfolgreich waren Laura Gautschi mit 13 Punkten im Hammerwurf und Patricia Sieber mit 12 Punkten im Dreisprung.

Flammer und Bättig überzeugen

Im Männerfinal der NLB in Aarau erwiesen sich Sportchef Ramon Flammer und Christian Bättig über 110 m und 400 m Hürden als fleissigste Punktesammler: Flammer zweimal auf Rang zwei, Bättig je einmal auf Rang vier und drei.

Das Punktekonto erhöhten auch die Mittel- und Langstreckenläufer wesentlich: Topläufer Dominic Lobalu startete über 800 m, lief mit persönlicher Bestleistung von 1:53.02 ins Ziel und errang den einzigen Brühler Sieg auf dem Aarauer Schachen. Wertvolle Punkte lieferten über 3000 m auch U18-Läufer Fabio Halter, ebenfalls mit einer persönlichen Bestleistung und einem Klubrekord von 8:46.13, sowie Samuel Kolb in 9:31.52.

Die Sprintresultate über 100, 200, 400 m sowie in der 4x100-m-Staffel tendieren aufwärts. U18-Athlet Nico Gräzer lief die 100 m in 11,27 s. Eine Disqualifikation beim Start über 200 m verhinderte dem topmotivierten 17-jährigen Gräzer eine Bestleistung über seine Lieblingsstrecke.

Punkte über 200 m und 400 m holten Jonas Schweiger und Pascal Kolb über 400 m, Kolb zuvor auch im Einsatz über 800 m. Die 4x100-m-Staffel lief mit Pascal Baumann, Gian Buchs, Nico Gräzer, Ramon Flammer auf den vierten Rang.

Die schmale Leistungsdichte in den Sprüngen wie auch in den Würfen verunmöglichte trotz einiger Topleistungen und vollen Einsatzes eine Spitzenplatzierung unter den acht NLB-Teams. Zehnkämpfer Robyn Odermatt holte mit 4,20 m im Stabhoch- und 1,85 m im Hochsprung ebenso wertvolle Punkte wie Altmeister Andreas Lechner im Dreisprung.

Im Speerwurf glänzte der 18-jährige Marco Kaltenrieder mit 54,71 m, was Rang zwei und Saisonbestleistung bedeutete. Hammerwerfen, eine Paradedisziplin des LC Brühl, findet in der NLB nicht statt. So versuchten Sanna Balsa, Matthias Köhler, Philipp Tschenett und Florian Stacher beim Speer- und Diskuswurf sowie im Kugelstossen das Beste zu einem ordentlichen Teamergebnis beizutragen. U23-Hammerspezialist Sanna Balsa gelang eine erfreuliche Bestleistung mit dem Diskus von 34,38 m.

Christian Bättig (links) und Ramon Flammer über 110 m Hürden.

Christian Bättig (links) und Ramon Flammer über 110 m Hürden.

Urs Siegwart

Am Schluss resultierte für das Brühler Männerteam ein fünfter Rang mit 223 Punkten. Der BTV Aarau gewann mit 316,5 Punkten vor dem LC Schaffhausen und LG Nordstar LU. Den Brühlern fehlten für einen Podestplatz trotz stimmungsvollen Wettkampfs und bei besten äusseren Bedingungen gut 60 Punkte.

Die Zielsetzung Podestplatz bleibt. Um bei den besten Teams in der NLB mithalten zu können, müssen im Wintertraining die Defizite in den einzelnen Disziplinen gezielt eliminiert werden. Nur so ist garantiert, die SVM nicht nur als Team-Highlight zu erleben, sondern sich auch leistungsmässig an möglichst vielen Vollerfolgen in allen Disziplinen erfreuen zu können und der Mittelmässigkeit zu entkommen.

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