Leebrücke in Wittenbach muss bereits nach einem Jahr wieder repariert werden

Der Geh- und Veloweg auf der Leebrücke in Wittenbach ist uneben und muss
repariert werden – obwohl die Brücke erst vor einem Jahr fertig saniert wurde.

Perrine Woodtli
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Die Leebrücke zwischen Wittenbach und Bernhardzell wurde in den Jahren 2016 und 2017 totalsaniert. (Bild: Urs Bucher (15. August 2017))

Die Leebrücke zwischen Wittenbach und Bernhardzell wurde in den Jahren 2016 und 2017 totalsaniert. (Bild: Urs Bucher (15. August 2017))

Rund ein Jahr ist es her, seit die Leebrücke in neuem Glanz erstrahlte. Die Brücke zwischen Wittenbach und Bernhardzell wurde 2016 und 2017 während rund eines Jahres für etwa vier Millionen Franken umgebaut und totalsaniert. Die etwas über 40-jährige Brücke befand sich in einem schlechten Zustand und entsprach nicht mehr den Sicherheitsnormen.

Unter anderem wurde auch ein neuer Geh- und Veloweg erstellt. Dieser Weg weist bereits Mängel auf und muss nun wegen sicherheitsgefährdender Unebenheiten repariert werden. Ein Augenschein zeigt, dass der Geh- und Veloweg auf der ganzen Länge der Brücke holprig und uneben ist. «Auf dem Weg zu laufen ist kein Problem. Aber für Velofahrer kann es gefährlich sein», sagt Ruedi Vögeli, Leiter Strassen- und Kunstbauten des kantonalen Tiefbauamts. Vor allem für Velofahrer, welche die steile Strasse Richtung Bernhardzell schnell herunterfahren. «Es haben sich deswegen auch schon ein paar Leute bei uns gemeldet», sagt Vögeli.

Bislang steht bei der Brücke, die über die Sitter führt, kein Schild, das auf die Unebenheiten hinweist. «Meines Wissens soll ein solches aber noch aufgestellt werden.»

Reparatur kostet mehrere zehntausend Franken

Die Unebenheiten im Belag sind auf Fehler bei den Bauarbeiten zurückzuführen. «Der Deckbelag wurde damals nicht sauber eingearbeitet», sagt Vögeli. Bei der Abnahme der Brücke im Frühling dieses Jahres habe man die Mängel bemerkt. «Zunächst musste der Grund für den Fehler sowie alles Weitere geklärt werden. Die einzelnen Termine zogen das Ganze dann in die Länge», begründet Vögeli, die Tatsache, dass der Weg erst diesen Monat repariert wird. Wie viel die Reparaturen kosten, kann Vögeli nicht genau sagen. 

«Es handelt sich aber wohl um ein paar zehntausend Franken.»

Die Kosten teilen sich der Kanton St. Gallen und das Unternehmen, das den Deckbelag eingebaut hat.

Beim zweiten Mal mit der Maschine


Die Unebenheiten werden zwischen dem 17. und dem 21. September behoben, indem der Deckbelag repariert wird. Es wird ein neuer Gussasphalt eingebaut. Beim ersten Mal habe das Unternehmen den Belag von Hand eingebaut, sagt Vögeli. «Das ist schwieriger als mit Maschinen, vor allem bei so einer Steigung wie bei der Leebrücke.» Dieses Mal werde der Belag maschinell eingebaut. «Dann sollten keine Fehler mehr passieren.»

Für die Reparaturen müssen der Geh- und Veloweg sowie eine Fahrspur gesperrt werden. Ein Lichtsignal regelt den Verkehr. Bei nasser Witterung verlängert sich die Sperrung.

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