Kommentar

Landverkauf in der Sommerau als ideale Lösung für Wirtschaftsstandort Gossau

Für die knapp 100'000 Quadratmeter Bauland in der Sommerau im Westen von Gossau ist nach Jahren endlich eine Lösung gefunden. Für Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion «St.Galler Tagblatt», ist der Kauf durch einen einheimischen Unternehmer sogar eine ideale Lösung.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion «St.Galler Tagblatt».

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion «St.Galler Tagblatt».

In der Sommerau in Gossaus Westen kann eine Fläche von rund zehn Fussballfeldern für Gewerbe und Industrie überbaut werden. Man ist versucht zu sagen: Endlich. Von der Gründung der Interessengemeinschaft Sommerau bis zur jüngsten Handänderung ging ein Jahrzehnt ins Land. Doch jetzt ist der Knoten gelöst.

Mit Roman Aepli, dem Vorsitzenden der Aepli Metallbau AG, hat ein alteingesessener Gossauer das Land in der Sommerau gekauft, nachdem die Migros Ostschweiz es fünf Jahre brachliegen liess und jetzt am Verkauf höchstwahrscheinlich Geld verdient. Roman Aepli kann in der Sommerau eine neue Fabrik nach seinen Plänen hochziehen.

Damit sind rund 200 Arbeits- und über ein Dutzend Ausbildungsplätze in Gossau gesichert. Die Aepli Metallbau AG braucht für ihre Expansion rund die Hälfte des Lands. Den Rest will Aepli nach eigenen Aussagen verkaufen, und zwar an ortsansässige Gewerbe- und Industriebetriebe. Das ist ein Versprechen, das in Gossau gerne gehört wird, denn Land in dieser Zone ist rar, die Nachfrage danach riesig.

Roman Aepli ist engagiert im Gewerbeverein sowie in der Handels- und Industrievereinigung von Gossau. Der Unternehmer kennt die Bedürfnisse des Gewerbes so gut wie kaum ein anderer. Das ist die Garantie dafür, dass er mit dem Land nicht spekulieren und es zu einem fairen Preis weitergeben wird an Unternehmer, die wie er Arbeitsplätze sichern oder gar neue schaffen wollen.

GROSSPROJEKT: Weiter warten auf die Sommerau

Für das Industriegebiet Sommerau ist eine erste Zubringerstrasse geplant. Während das Bundesamt für Strassen grünes Licht gibt, ist bei der Stadt eine Einsprache eingegangen. Die Migros wartet ab.
Adrian Lemmenmeier