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Ladensterben: Jungfreisinnige fordern runden Tisch statt neue Regeln

Was tun gegen das Lädelisterben? Während die Linke eine Lenkungsabgabe für Hauseigentümer fordert, setzen die Jungfreisinnigen auf Dialog – und laden die Detailhändler zum runden Tisch.
Luca Ghiselli
Wie findet man schnell einen Nachmieter? Mit Lenkungsabgaben für Hauseigentümer nicht, finden die St. Galler Jungfreisinnigen. Sie fordern stattdessen zum Dialog mit den Ladenbesitzern auf. (Bild: Reto Voneschen)

Wie findet man schnell einen Nachmieter? Mit Lenkungsabgaben für Hauseigentümer nicht, finden die St. Galler Jungfreisinnigen. Sie fordern stattdessen zum Dialog mit den Ladenbesitzern auf. (Bild: Reto Voneschen)

Der Vorstoss löste heftige Diskussionen aus: Mit einer Motion forderte die SP/Juso/PFG-Fraktion im St. Galler Stadtparlament die Einführung einer Lenkungsabgabe. Damit sollen all jene Liegenschaftsbesitzer belegt werden, die ihre Ladenflächen lieber leer stehen lassen, als den Mietzins zu senken (Ausgabe vom 10. Juli). Die Bürgerlichen halten wenig von dem Vorschlag, insbesondere in den Reihen der FDP stiess die Forderung auf harsche Kritik.

«Damit löst man die Probleme nicht»

Die Jungfreisinnigen St. Gallen-Gossau doppeln nun in einem Communiqué nach: Die Forderung zeige exemplarisch auf, dass die Linke die Kernproblematik des Ladensterbens nicht verstehe. «Mit einer Lenkungsabgabe löst man die Probleme des Detailhandels nicht», sagt Konstantin Hälg, Präsident der Jungpartei, auf Anfrage. Vielmehr müssten die Gewerbler kreativer werden. «Dazu ist es aber nötig, dass die Stadt ihnen dafür auch den nötigen Raum gibt», sagt Hälg.

Die Stadt habe sich in der Vergangenheit gegenüber dem St. Galler Detailhandel nicht immer von der besten Seite gezeigt. «Wenn man sogar eine Bewilligung braucht, um ein Schild vor den Laden zu stellen, wird ein kreativer Auftritt schwierig.» Deshalb wollen die Jungfreisinnigen auf Dialog setzen. Sie laden am 7. September zu einem runden Tisch mit Ladenbesitzern. «Ziel ist, zu erfahren, was ihre Bedürfnisse und Schwierigkeiten sind», sagt Konstantin Hälg. Von aussen sei es oft schwierig zu beurteilen, wo der sprichwörtliche Hund begraben liege.

Ausserdem wolle man mit dem runden Tisch auch einen Anfang machen, um «die Stadt zum Umdenken zu bewegen». So soll aus dem Dialog ein Massnahmekatalog entstehen, welcher der Stadtverwaltung unterbreitet wird. Dogmatisch gehe man dabei nicht vor, sagt Hälg: «Wir sind völlig ergebnisoffen.»

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