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Laden mit Fächern für Kleinbetriebe: Ist diese Vorarlberger Idee ein Modell für die Rorschacher Innenstadt?

Es ist denkbar einfach und doch für viele genial, die davon hören. Handwerker, Weinbauern und andere Gewerbler, die Produkte anzubieten haben, können ihre Kreationen im ’s Fachl-Geschäft an die Kundschaft bringen.
Christina Vaccaro
Fachlmeisterin Ulrike Amann vor einem Teil der 300 Boxen, die im ’s Fachl in Dornbirn vermietet werden. (Bild: Christina Vaccaro)

Fachlmeisterin Ulrike Amann vor einem Teil der 300 Boxen, die im ’s Fachl in Dornbirn vermietet werden. (Bild: Christina Vaccaro)

Ob gestrickte Ganzkörperanzüge, freche Postkarten, Salben oder leckere Getränke – in authentischen Obstkisten aus Holz, den Fachln, auf Tischflächen und an Kleiderbügeln finden Waren jeglicher Art ihren Platz. Abwicklung des Verkaufs und Nachfüllung des Fachls (Box) werden von ’s Fachl-Mitarbeitern übernommen.

Ins Ländle luaga

Egal, ob Restaurant, Freizeitpark, Konzerthalle oder Einkaufszen­trum – wo immer man sich im nahen Vorarlberg aufhält, auf den Parkplätzen sind zahlreiche Autos mit St. Galler Kennzeichnen auszumachen. Auch Menschen aus der Region Rorschach sind regelmässig ennet der Grenze anzutreffen. Die «Tagblatt»-Redaktion Rorschach trägt diesem Umstand Rechnung und berichtet in unregelmässigen Abständen aus dem Ländle. (rtl)

«Das Konzept stammt aus Wien und hat sich in vier Jahren über ganz Österreich und sogar bis nach Hamburg ausgebreitet», erklärt Ulrike Amann, Fachlmeisterin des ’s Fachl Dornbirn. Das Geschäft in der Dornbirner Innenstadt gibt es seit einem Jahr, 300 Fachl stehen dort Hobbybastlern genauso zur Verfügung wie Firmen und werden auch gut benutzt: 220 der 50 mal 40 mal 30 Zentimeter grossen Fachl sind derzeit vermietet.

Für wen ist das ’s Fachl interessant? «Für alle, die zu klein sind, um einen Marktstand zu füllen, aber sich nach einer Verkaufsfläche umsehen», sagt Amann und zeigt auf das Fachl einer Pensionistin, die fürs Leben gerne Socken strickt. Dann geht sie weiter zum Fachl einer Firma, die Pralinen verkauft. Und gleich noch einen Schritt weiter zum Fachl einer Frau, die schlicht Freude daran hat, Origami-Schächtelchen zu basteln.

Es gibt auch ’s Fachl-Ecken in anderen Läden

Betritt man ’s Fachl, fällt einem die Farben- und Formenvielfalt sofort auf. Die Fülle an Produkten ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal des Ladens. ’s Fachl bezeichnet sich auch als Kreativ-Design-Schmankerlshop und spricht bewusst Produzenten an, deren Produkte sich durch Originalität auszeichnen.

Ein weiteres Konzept sind ’s Fachl-Ecken: Ladeninhaber, die über ein paar Quadratmeter Leerfläche verfügen, können diese für 30 bis 60 Fachl zur Verfügung stellen und damit auch ­Einnahmen generieren. In Österreich gibt es derzeit 10 Fachl-­Ecken – ideal sind Restaurants, Hotels, Kaffeehäuser, Thermen, Handelsgeschäfte, Blumen- und Geschenkläden oder Poststellen. «Wir von Dornbirn liebäugeln schon damit, auch in der Schweiz in Grenznähe ein ’s Fachl zu haben, aber da gäbe es viel bezüglich Zöllen zu klären», sagt Ulrike Amann. Wer weiss, vielleicht wäre das ’s Fachl-Konzept ja auch etwas für die Rorschacher Region? Fachlmeister und -initiator Christian Hammer steht dafür gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Hinweis
’s Fachl Dornbirn, Telefon +436648555223,
Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–13 und 14–18 Uhr, Sa: 8–13 Uhr,
info@fachl.at, www.fachl.at

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