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Die St.Galler Museumsnacht braucht wieder mehr Besucher – sonst droht ein Zwei-Jahres-Rhythmus

Noch nie kamen so wenig Besucher an die St. Galler Museumsnacht wie 2017. Auch finanziell steht es um den Anlass nicht zum Besten. Am 8. September geht es weiter, ein Zwei-Jahres-Rhythmus ist aber nicht vom Tisch.
Luca Ghiselli
Geringer Andrang: Die Museumsnacht muss wieder mehr Publikum anlocken, wenn sie bestehen will. Bild: Michel Canonica (9. September 2017)

Geringer Andrang: Die Museumsnacht muss wieder mehr Publikum anlocken, wenn sie bestehen will. Bild: Michel Canonica (9. September 2017)

Die 14. Ausgabe der St. Galler Museumsnacht wird nicht die letzte sein. Ob es aber schon 2019 weitergeht, hängt im Wesentlichen davon ab, wie viel Publikum der Kulturanlass dieses Jahr anzieht. Seit 2012 halten sich die Zahlen bei rund 5000 Gästen zwar stabil, aber 2017 kam es zu einem spürbaren Rückgang, der einen langjährigen Abwärtstrend bestätigte. Kamen vor zwölf Jahren noch rund 9000 Besucher an die Museumsnacht, waren es im vergangenen Jahr nur noch 4000.

Dieser Abwärtstrend lässt sich nicht wegdiskutieren – und das wissen auch die Organisatoren. Hinzu kommt, dass der Kanton per 2015 seinen jährlichen Beitrag von 30000 Franken halbiert hat. Der Ausfall konnte nicht aufgefangen werden, die Stadt sprang per 2018 in die Bresche – allerdings nur befristet auf drei Jahre. Loch in der Kasse, Besucherschwund: Das vergangene Jahr – es war kein gutes für die St. Galler Museumsnacht.

Besucherschwund an der Museumsnacht

200620072008200920102011201220132014201520162017Jahr02000400060008000

Umso wichtiger ist es jetzt für die Veranstalter, 2018 wieder an erfolgreichere Tage anzuknüpfen. «Das Ende der Museumsnacht kommt nicht in Frage», sagt Barbara Affolter, Präsidentin des Vereins Museumsnacht. Wohl habe man aber verschiedene Anpassungen vorgenommen. «Wir haben beim Budget 2018 darauf geachtet, dort zu sparen, wo wir können.» So sei der Budgetposten fürs Motto gestrichen worden – den einzelnen Institutionen stehe es frei, es in ihrem Sinn umzusetzen. «2016 haben wir zum Beispiel zum Motto Spielen ein eigenes Spiel kreiert. Etwas in dieser Art leisten wir uns nicht mehr.» Das scheint nicht schlecht zu gelingen. Von 34 beteiligten Institutionen steuern 19 etwas zum Motto «Tatort» bei.

Am Ticketpreis wird nicht gerüttelt

Dank Beiträgen einer Stiftung und einer Firma sei es zudem gelungen, Mehreinnahmen zu generieren, sagt Barbara Affolter. Solche Mittel seien wichtig, um die Museumsnacht langfristig finanziell auf sicheren Boden zu bringen. Klar war hingegen von Anfang an, dass die Schraube nicht bei den Eintrittspreisen angezogen werden sollte. Das Ticket kostet nach wie vor 20 Franken, Kinder bis 16 Jahren haben gratis Zutritt. «Wir haben uns bewusst gegen eine Erhöhung entschieden, auch um Familien mit Kindern nach wie vor einen niederschwelligen Zugang zu den Kulturinstitutionen zu ermöglichen.»

Nach dem Taucher an der Museumsnacht 2017 wurden, auch politisch, Forderungen nach der Einführung eines Zwei-Jahres-Rhythmus laut. Museumsdirektoren sprachen sich damals dagegen aus, vom Tisch ist dieser Vorschlag aber noch nicht. «Wir entscheiden nach der Abrechnung der Museumsnacht 2018, wie es weitergeht», sagt Barbara Affolter. Man müsse herausfinden, ob es sich beim schlechten vergangenen Jahr um einen Ausrutscher oder einen nachhaltigen Trend handle. Sie habe aber keine Signale empfangen, wonach man den Kulturanlass jetzt abschaffen sollte. Die Museumsnacht nur alle zwei Jahre durchzuführen, stehe aber weiterhin zur Diskussion.

Lautlose Dance-Offs und Franz Hohler

Die Museumsnacht 2018 findet am 8. September statt und wartet nicht mit grossen programmatischen Neuerungen auf. Unter dem Titel «Tatort» bieten verschiedene grosse und kleinere Institutionen ein vielfältiges Programm. Franz Hohler liest in der Bibliothek Hauptpost, St. Gallen-Bodensee Tourismus bietet erstmals Krimi-Führungen durch die Stadt an. Im «Museum of Emptiness» wird ein «Silent Dance-Off» veranstaltet, bei dem die Musik abhandengekommen ist. Und der Projektraum Viereinhalb bietet unter dem Titel «Tat-Vor-Ort» eine Performance.

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