Kulturbrache wegen Corona: Das Festival in der Rorschacher Feldmühle wird hingegen zum Publikumsmagnet

Die Open-Air-Konzerte kommen auch bei Auswärtigen an. Neben Rorschacherinnen und Rorschachern kommen regelmässig Festivalbesucher aus den Nachbarkantonen oder dem Vorarlberg.

Jolanda Riedener
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The Roman Games spielten draussen vor viel Publikum.

The Roman Games spielten draussen vor viel Publikum.

Bild: PD

Ein milder Augustabend, der Duft von grillierten Würsten liegt in der Luft, Bierflaschen klirren – Festivalstimmung in Rorschach. In den Räumen der ehemaligen Stickereifabrik Feldmühle hat das «Kleberei»-Team eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt. Das, obwohl Corona dazwischenkam. Viele Heimwehrorschacher haben es der Band The Roman Games am vergangenen Freitagabend gleichgetan. Helfer bringen laufend weitere Stühle und platzieren sie vor der Bühne. Fast 300 Leute besuchten das Konzert.

Die Veranstaltungsreihe hat laut Mitinitiant Richard Lehner bisher mehr Gäste gebracht als erwartet. Lehner sagt:

Richard Lehner.

Richard Lehner.

Bild: Jolanda Riedener
«Wir haben Stammgäste aus dem Vorarlberg, Romanshorn oder Herisau.»

Dabei habe sich das Schutzkonzept bewährt. Das Sicherheitspersonal fordert die Gäste nach der Begrüssung jeweils auf, ihre Personalien anzugeben. Das funktioniert laut Lehner gut, auch wegen der tollen Teamarbeit rund ums Festival. «Die Leute sind sehr diszipliniert», sagt er. Im Open-Air-­Bereich gibt es viel Platz und für Veranstaltungen drinnen könne bei 60 Sitz- oder 100 Stehplätzen Abstand gewahrt werden.

Auch drinnen gibt es viel Platz: Jazz Jam in der ehemaligen Feldmühle-Kantine.

Auch drinnen gibt es viel Platz: Jazz Jam in der ehemaligen Feldmühle-Kantine.

Bild: PD

Im Herbst geht die «Kleberei »in die zweite Runde

Bis Ende Monat steht das Programm in der «Kleberei» fest: Den Sommerabschluss geben am 29. August die Mundartpopper Dachs. Ab dem 10. September startet bereits das Herbstprogramm – es wird noch bekanntgegeben. Dabei werde man die Entwicklungen um die Coronapandemie im Auge behalten und sich wenn nötig an neue Gegebenheiten anpassen.

Übermorgen Freitag kommen Freunde der italienischen Lebenskultur auf ihre Kosten: Auf der Aussenbühne spielt die Band «Ein blauer, italienischer Sommerrock», an der Bar gibt es italienische Spezialitäten. Am Sonntag spielt das Barock­orchester Il Prete Roso um 11 Uhr eine Matinee.

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