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Kuh-Bag-Einführung: Untereggen macht's ohne, Thal bleibt bei eigener Lösung

In und um Rorschach entsorgt man Plastik künftig mit dem Kuh-Bag. Es gibt Ausnahmen: Während Untereggen mit der Kuh flirtet, setzt Thal auf kurze Distanzen.
Noah Salvetti
Nach Erfolgen im Thurgau gibt es ihn bald auch in der A-Region: den Kunststoff-Sammelsack Kuh-Bag. (Bild: Andrea Stalder)

Nach Erfolgen im Thurgau gibt es ihn bald auch in der A-Region: den Kunststoff-Sammelsack Kuh-Bag. (Bild: Andrea Stalder)

Am 1. Januar 2019 führt die A-Region die gemischte Kunststoffsammlung mit dem Kuh-Bag ein. Das System hat sich bereits im Thurgau bewährt.

130 Gemeinden nutzen den Kuh-Bag ab Jahresbeginn 2019, 35 davon gehören der A-Region an, ein weiteres Mitglied ist der Kanton Appenzell Innerhoden. Was auffällt: In der Region Rorschach verfügen Thal und Rorschacherberg bereits über eigene Kunststoff-Sammelsysteme, die Gemeinde Untereggen hingegen verzichtet komplett auf die Einführung des Kuh-Bags.

Kein Platz für Kühe in Untereggen

Der Verzicht auf eine Kunststoffsammlung habe für den Gemeinderat verschiedene Gründe, sagt Gemeindeschreiber Norbert Näf. «Das Projekt ist noch nicht besonders ausgereift», sagt er und weist auf die aktuell erreichte Recyclingquote von 50 Prozent hin. Dieser Quote liegen Untersuchungen der Empa zugrunde. «Wenn die Hälfte des gesammelten Kunststoffs doch wieder im normalen Abfall landet, macht das System noch nicht besonders viel Sinn. Zudem sind Kunststoffe gutes Brennmaterial in den Kehrichtverbrennungen. Werden diese recycelt, müssen vermehrt Brennstoffe von aussen beigefügt werden», sagt Näf.

Ausserdem sei in Untereggen nicht genügend Platz für eine weitere Sammelstelle vorhanden. Zudem würde es wohl schwierig, genügend Plastikabfall zusammenzubringen, dass sich eine Lösung lohnte, argumentiert Näf. Der Entscheid, vom Kuh-Bag-System abzusehen, sei jedoch nur vorläufig. Der Gemeinderat prüfe eine Einführung auf 2020.

Wer den restlichen Haushaltsplastik dennoch recyceln wolle, könne dies bei regionalen Entsorgungsstellen wie etwa der Georges Bleiker AG in Staad und der Schnider AG in Engelburg tun. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden gibt es in Untereggen eine öffentliche PET-Sammelstelle, die rege genutzt werde.

Thal bleibt regionaler Lösung treu

Auch in Thal hat man sich gegen die Einführung des Kuh-Bags entschieden. «In unseren Augen ist es nicht sinnvoll, den Plastikabfall zu einer entfernten Anlage zu transportieren, wenn wir über eine Sammelstelle in unmittelbarer Nähe verfügen», sagt Christoph Giger, Gemeinderatsschreiber in Thal.

Seit Oktober ist an allen Verkaufsstellen des gewöhnlichen Abfallsacks auch ein separater Sammelsack für Haushaltskunststoffe erhältlich. Dieser kann bei der Bleiker AG in Staad zurückgegeben werden. Viele Bürger kombinierten das Angebot mit der Entsorgung anderer Abfälle in Staad, sagt Giger. Nichtsdestotrotz sei es noch zu früh, um eine erste Bilanz zu ziehen. In Rorschacherberg werden die Haushaltskunststoffe ebenfalls in Bleiker-Säcken gesammelt. Allerdings wechselt die Gemeinde aus Kostengründen ab 2019 zum Kuh-Bag.

Alle Kuh-Bag-Rückgabestellen:

Sammeln im Kuh-Bag

Der Kuh-Bag ist ein 2015 eingeführtes Plastik-Recyclingsystem. Der Sammelsack dient als Ergänzung zur PET-Sammlung und ist ab 1.40 Franken pro Stück erhältlich. Milch- und Rahmflaschen, Getränkekartons und andere Plastikverpackungen können darin entsorgt werden. Ist der Sack voll, kann er an einer der zahlreichen Rückgabestellen in der Region abgegeben werden. Weitere Informationen: www.kuh-bag.ch

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