Kritische Fragen zum Fahrplanwechsel aus dem St.Galler Stadtparlament

Mit dem Fahrplanwechsel 2019 droht den St.Galler Stadtbahnhöfen eine weitere Taktverschlechterung bei der S-Bahn. Der Stadtrat will sich dagegen wehren. Drei bürgerliche Mitglieder des Stadtparlaments doppeln nun mit einem Vorstoss nach.

Luca Ghiselli
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Kompositionen der S-Bahn im Bahnhof Bruggen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Kompositionen der S-Bahn im Bahnhof Bruggen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der St.Galler Stadtrat fordert einen Viertelstundentakt der S-Bahn an den Stadtbahnhöfen. Vor zwei Wochen bekräftigte die städtische Exekutive diese Forderung in einer Mitteilung – auch vor dem Hintergrund einer drohenden, weiteren Verschlechterung zum Fahrplanwechsel 2019 hin.

Nun legen die Stadtparlamentarierinnen Barbara Hächler (CVP), Sandra Steinemann (SVP) und Stadtparlamentarier Remo Daguati (FDP) nach: Sie haben eine einfache Anfrage eingereicht. Darin begrüssen sie zwar, dass der Stadtrat es nun als dringlich erachte, für die Bahnhöfe Bruggen, Haggen und Winkeln einen Viertelstundentakt einzuführen. Die Reaktion komme aber reichlich spät, halten sie fest.

Parlamentarier fordern konkrete Massnahmen

Zudem unterschätze der Stadtrat nach wie vor den Leistungsabbau, der mit dem Fahrplanwechsel 2019 drohe und die gesamte Stadt betreffe. Hächler, Daguati und Steinemann sind der Auffassung, die Stadt müsse als grösste Gemeinde im Kanton mit den politischen Vertretungen im Kantonsrat mehr Gewicht in der Planung des Regionalverkehrs haben.

Sie wollen deshalb vom Stadtrat wissen, wann der in einer früheren Interpellationsantwort versprochene Halbstundentakt auf der S-Bahn der Linie 850 endlich eingeführt wird. Weiter verlangen sie Antwort auf die Frage, welche Massnahmen der Stadtrat ergreift, um die Taktverdichtung zu erreichen. Die Parlamentsmitglieder wollen zudem wissen, wie weit die Entwicklung der S-Bahn St.Gallen insgesamt gediehen ist und wie der Stadtrat den eigentlich nötigen Viertelstundentakt  erreichen will.

Bei Kanton und SBB vorstellig werden

Überdies fragen sie nach konkreten Massnahmen, die der Stadtrat beim Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons und den SBB fordert, damit Anschlüsse zum Fernverkehr verbessert werden können. Schliesslich wollen die drei bürgerlichen Stadtparlamentarier wissen, warum sich der Stadtrat nicht konsequenter für eine bessere Anbindung aller Quartiere an nationale Zentren wie Zürich oder Basel einsetzt.

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