Am Wochenende finden die Mineralien- und Fossilientage statt - trotz Corona-Virus

Aussteller bieten in der Sporthalle Kreuzbleiche Mineralien und Fossilien zum Verkauf an.

Marlen Hämmerli
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Die Mineralien- und Fossilientage finden jeweils in der Sporthalle Kreuzbleiche statt.

Die Mineralien- und Fossilientage finden jeweils in der Sporthalle Kreuzbleiche statt.

Bild: Benjamin Manser (18. März 2017)

Die 48. Mineralien- und Fossilientage St.Gallen finden dieses Wochenende definitiv statt – trotz Corona-Virus. Das sagt Peter Heer, Vizepräsident des Mineralogischen Vereins St.Gallen. Der Kanton habe den Anlass in der Sporthalle Kreuzbleiche genehmigt. Der Verein wird am Eingang morioneeine Liste führen, auf der die Besucherinnen und Besucher bestätigen, dass sie gesund sind. Heer erwartet am Samstag und Sonntag je zwischen 500 und 700 Gäste, womit die 1000-Personen-Grenze unterschritten ist.

An den Mineralien- und Fossilientagen werden um die 70 Aussteller Fundstücke und Schmuck präsentieren. Genau kann Heer die Teilnehmerzahl nicht abschätzen, da aufgrund des Virus derzeit noch Absagen eintreffen. Die Zahl werde sich jedoch auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Damals war mit 72 Ausstellern jeder Meter der Halle besetzt.

Mineralien zu «anständigen Preisen»

An den zwei Tagen werden sogennante Strahler – also Kristall- und Mineraliensucher – Händler, Sammler und Schleifer zugegen sein und Kristalle, Fossilie sowie Edelsteine verkaufen. «Normalerweise zu anständigen Preisen», sagt Heer.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und ein Restaurant

Die Mineralien- und Fossilientage finden am Samstag und Sonntag, 10 bis 17 Uhr, statt. Der Eintritt kostet für Erwachsene sieben Franken. Lehrlinge, Studentinnen und Studenzen zahlen fünf Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt gratis.   

In der Sporthalle gibt es wie jedes Jahr ein «Börsen-Restaurant». Dieses serviert durchgehend kalte und warme Speisen.

Die diesjährige Sonderausstellung widmet sich «Schweizer Kristallschätzen». Fünf Strahler aus Graubünden, Schwys, St.Gallen und Uri stellen in Vitrinen ihre schönsten Fundstücke aus. «Das sind Kristalle, die man in dieser Qualität, Grösse und Durchsichtigkeit kaum an einem Ort findet», sagt Heer. So werden beispielsweise tiefschwarze Kristalle, sogenannte Morione, zu sehen sein. Aber auch schneeweisse Adulare, grüne Amiante und Calcit-Kristalle.

Hauptgewinne im Wert von rund 8000 Franken

Am Besucherwettbewerb kann man dieses Jahr erstmals Amethystdrusen als Hauptpreis gewinnen. Am Samstag und am Sonntag wird je eine verlost. Bei Amethystdrusen haben sich die Kristalle innerhalb eines Hohlraumes gebildet. «Diese kosten normalerweise ein Vermögen», sagt Peter Heer. Im Handel müsse man mit Preisen zwischen 6000 bis 8000 Franken rechnen.

Kein Kristall ist reiner Zufall

Als kleine Buben schleppen sie schöne Steine aus dem Bach nach Hause, als erwachsene Männer sammeln sie am Berg. Die Mitglieder des Mineralogischen Vereins wollen ihr wertvolles Hobby anderen an einer Ausstellung näherbringen.
Olivia Hug