In Mörschwil gibt's Krimis aus der Telefonkabine

In der ehemaligen Telefonkabine beim Gemeindehaus Mörschwil befindet sich jetzt ein Bücherschrank. Leseratten tauschen dort bereits fleissig Literatur.

Elena Fasoli
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Jeder darf Bücher aus der Telefonkabine mitnehmen. (Bild: PD)

Jeder darf Bücher aus der Telefonkabine mitnehmen. (Bild: PD)

Mörschwiler können seit kurzem Bücher in einer Telefonzelle tauschen. Die Kabine beim Gemeindehaus wurde von der Swisscom vom Netz genommen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, einen Bücherschrank daraus zu machen («Tagblatt» vom 18. September). Zusätzlich liess er einen Defibrillator montieren.

Zurückgeben oder behalten

Bücher aus dem Regal können ohne Formalitäten mitgenommen werden. Man kann selber entscheiden, ob man das Buch nach dem Lesen zurückgibt oder zum Beispiel im Freundeskreis weitergibt. Vorbeibringen sollen Nutzer nur Bücher, die ein breites Publikum ansprechen und in gutem Zustand sind. Nicht geeignet sind Fachliteratur, Schulbücher, Zeitschriften und Werbematerial. Die Telefonkabine soll gemäss einer Mitteilung «zum Begegnungsort und zur kleinen Bildungsstätte» werden.

Mörschwiler nutzen den Bücherschrank bereits

Betrieben wird der Bücherschrank von Marie-Luise Salaorni von der Schulbibliothek Mörschwil. «Meine Aufgabe ist es, einmal pro Woche Ordnung zu schaffen», sagt Salaorni. Um mit einer Auswahl an Lektüren zu starten, habe sie im Vorfeld der Eröffnung Bücher gesammelt. Der Grundstock wurde dann in die Regale der Kabine eingeräumt. «Die Krimis laufen bereits ziemlich gut.» Lesefreunde hätten auch schon einige neue Werke gebracht. Voll sei der Bücherschrank aber noch lange nicht.