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Kreisgericht St.Gallen: Einbrecher muss fünf Jahre hinter Gitter

Ein 31-jähriger Mann bestritt am Kreisgericht St. Gallen, an sechs Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. Auch andere Delikte verneinte er. Das Kreisgericht verurteilte ihn jedoch zu fünf Jahren Haft.
Claudia Schmid
Ein Dieb versucht in ein Haus einzubrechen. (Symbolbild: PD)

Ein Dieb versucht in ein Haus einzubrechen. (Symbolbild: PD)

Der Schweizer kam in Polizeibegleitung an die Gerichtsverhandlung, da er zurzeit eine Haftstrafe absitzt, die er für frühere Straftaten erhalten hatte. Seine Vorstrafenliste enthält mehrere einschlägige Verurteilungen. Als er Ende August 2016 verhaftet wurde, befand er sich nach seinen Angaben erst gerade wenige Monate wieder in Freiheit.

Zur Last gelegt wurden dem Mann fünf Einbrüche in Arbon, Goldach, Rorschach und St. Gallen. Beim Einbruch in Rorschach soll er zudem ein Auto gestohlen haben, das in der Nacht vom 27. Juli 2016 auf einem Parkplatz in St. Gallen mit Benzin übergossen und angezündet wurde. Obwohl er von zwei Mittätern belastet wurde, bestritt der Beschuldigte diese Straftaten. Mit dem einen Mittäter sei er im Gefängnis gesessen, erklärte er. Dieser habe ihn wohl aus irgendwelchen Rachegründen in die Sache reinziehen wollen.

Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann zudem an, weil er im Besitz von Waffen und Handgranaten war. Diese Widerhandlung gegen das Waffengesetz gab er zu. Er habe die Pistolen, Gewehre, Springmesser, Elektroschockgeräte und Granaten quasi als Kunstgegenstände betrachtet und gesammelt. Auch war er geständig, trotz Ausweisentzug ein Motorrad gelenkt und ein Nummernschild gestohlen zu haben. Mehrere Raserdelikte verneinte er hingegen wieder.

Hohe kriminelle Energie

Bei den Einbrüchen entstand ein Sachschaden von über 10000 Franken. Der Deliktsbetrag wurde mit 55000 Franken beziffert. Die Staatsanwältin bezeichnete die kriminelle Energie, welche der Beschuldigte und die Mittäter an den Tag gelegt hätten, als hoch. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren und eine Busse. Der Verteidiger verlangte mehrere Freisprüche und für die eingestandenen Straftaten eine milde Sanktion. Die Gegenstände mit DNA-Spuren des Beschuldigten, die an manchen Tatorten gefunden wurden, seien keine Beweise für eine Tatbeteiligung. Der Haupttäter habe zeitweise bei seinem Mandanten gewohnt und die Gegenstände ohne weiteres aus der Wohnung mitnehmen können.

Das Kreisgericht St. Gallen sprach den Beschuldigten von einigen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz frei. In allen anderen Anklagepunkten fällte es Schuldsprüche, unter anderem wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Brandstiftung, diversen Strassenverkehrsdelikten, Vergehens gegen das Waffengesetz und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren, zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Franken und zu einer Busse von 500 Franken.
Das beschlagnahmte Motorrad wird zur Verwertung eingezogen und der Erlös an die Verfahrenskosten angerechnet. Die Waffen werden vernichtet. Die Verfahrenskosten, die zu Lasten des Beschuldigten gehen, betragen rund 40000 Franken. (cis)

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