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Bekannter Hundetrainer kommt nach St.Gallen

Martin Rütter tritt kommenden Freitag mit seiner Live-Show «Freispruch» in der Olma Halle auf. Mit viel Humor gibt der bekannteste Hundetrainer des deutschsprachigen Raums Tipps für Halter von Vierbeinern.
Aliena Trefny
Martin Rütter hat schon früh Interesse an Verhaltensweisen von Hunden gezeigt. (Bild: Klaus Grittner)

Martin Rütter hat schon früh Interesse an Verhaltensweisen von Hunden gezeigt. (Bild: Klaus Grittner)

Den Draht zu Hunden fand Martin Rütter schon in der Kindheit. Obwohl ihm seine Eltern nie einen Hund erlaubt hatten, kam Rütter oft mit Vierbeinern in Kontakt. «Ich habe die Hunde meiner Nachbarn ausgeführt und die meiner Tante ohnmächtig gekrault.» In der Pflegestation der Tante hat er angefangen, sich für das Fehlverhalten von Menschen im Umgang mit Hunden zu interessieren. Während seines Sportpublizistik-Studiums hat Rütter nebenbei gejobbt, indem er Hunde ausführte. Sein theoretisches Wissen über Hunde, das er sich mit etwa 200 Büchern angeeignet hatte, konnte er so auch in der Praxis anwenden. Den Leuten ist aufgefallen, dass ihr Hund sich nach einem Spaziergang mit Rütter anders verhalten hat. So erarbeitete sich der Student schnell einen Ruf und beschloss, eine Hundeschule zu eröffnen.

In dieser Idee vermutete Rütter früh Potenzial. Er hätte aber nicht erwartet, in welchen Dimensionen sich dieses entwickeln würde. Vor über zehn Jahren hatte der Hundetrainer mit Vorträgen vor 50 Leuten angefangen. Daraus wurden Tausend, jetzt sind es teilweise Zehntausend. Rütter sagt: «Eine tolle Entwicklung, die unterstreicht, welch hohen Stellenwert der Hund inzwischen in unserer Gesellschaft eingenommen hat.»

Hundetraining geht mit oder ohne Kamera

Obwohl sein ursprünglicher Traumberuf Sportreporter war und er auch jetzt keine Anfrage ausschlagen würde, zur Abwechslung eine Sportsendung zu moderieren, sagt Rütter: «Mit dem, was ich aktuell mache, habe ich meinen Traumberuf gefunden. Egal ob mit oder ohne Kameras, ich könnte mir ein Leben ohne Hunde nicht vorstellen.» Auch wenn eine solche Anfrage ausbleiben sollte, kommen die Kameras nicht zu kurz. Der 48-Jährige geniesst die Mischung aus Auftritten auf der Bühne oder im Fernsehen und die Arbeit mit Hunden auf dem Trainingsplatz: «Das Thema ist immer der Hund, auch ohne die Kamera. So kann ich sichergehen, den grundsätzlichen Bezug zu meiner Arbeit nicht zu verlieren.»

Zu dieser Arbeit gehört, einem Hundehalter zu zeigen, wie er sich gegenüber seinem Hund verhalten soll und wie dessen Verhalten zu deuten ist. Rütter fällt vor allem auf, dass Menschen die Körpersprache des Tiers falsch interpretieren. Viele Hundehalter meinen, das Anspringen beim Nachhausekommen seien Freudensprünge. Dabei drückt der Hund auf diese Weise Tadel für die Abwesenheit des Herrchens aus. Auch das Schwanzwedeln wird oft missverstanden: Beissattacken geht immer ein Schwanzwedeln voraus, also ist es in diesen Fällen eine Drohung.

Auch Körpersprache muss man verstehen lernen

Dieses Erkennen der Körpersprache ist für Martin Rütter das A und O in einer Mensch-Hund-Beziehung. Am kommenden Freitag tritt der Hundetrainer mit seiner Live-Show «Freispruch» in den Olma Hallen auf. Mit solchen Vorstellungen möchte er auf humorvolle Weise wichtige Informationen liefern, auch um zu zeigen, dass Hundetraining Spass macht. Für Leute, die Angst vor Hunden haben, lohne sich ein Besuch auf dem Trainingsplatz. So könne man lernen, Körpersprache und Verhaltensweisen dieser Tiere zu verstehen.

Der Hundetrainer hat seine eigene Trainingsmethode «Dogs Orientated Guiding System», kurz DOGS, entwickelt. «Solange die Bereitschaft da ist, kann ich fast jedem Mensch-Hund-Team helfen. Auf jeden Hund wird ein individuelles Trainingskonzept zugeschnitten», erklärt Rütter. Dabei soll der Fehler vermieden werden, den Hund zu vermenschlichen und zu erwarten, dass er gleich denkt wie sein Halter. Auch die mangelnde Konsequenz sei ein Kardinalfehler bei der Hundehaltung. Ein Hund brauche fixe Regeln, Ausnahmen verwirren ihn nur. Ausserdem müsse ein Hund körperlich und psychisch genügend ausgelastet sein. Deshalb sei es wichtig, ihn spannend zu beschäftigen.

Live-Show «Freispruch»: 15. März, Olma Halle

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