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Koreaner lösen die Chinesen ab - Zahl der Logiernächte in der Stadt St. Gallen erneut gestiegen

Immer mehr Gäste aus Korea und Nordamerika besuchen die Stadt St. Gallen. Dafür nimmt die Zahl der Touristen aus China stark ab. Die Entwicklung ist gewollt. Am wichtigsten bleiben für die Hotels nach wie vor die Geschäftsreisenden.
Christoph Renn
Die Stadt legt bei den Logiernächten erneut zu. Jedoch kommen weniger Gäste aus China, dafür mehr aus Nordamerika. Bild: Urs Bucher

Die Stadt legt bei den Logiernächten erneut zu. Jedoch kommen weniger Gäste aus China, dafür mehr aus Nordamerika. Bild: Urs Bucher

Die Zahl der Touristen in der Stadt St. Gallen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Der Anstieg ist jedoch gegenüber dem Vorjahr mit 2278 Ankünften und 919 Logiernächten nur minim, wie der Jahresbericht 2018 von St. Gallen-Bodensee Tourismus zeigt. Trotzdem bewertet Thomas Kirchhofer, Direktor von St. Gallen-Bodensee Tourismus, die Entwicklung positiv. «Erstens hat es 2017 einen markanten Anstieg gegeben. Zweitens ist der kleinere Anstieg 2018 erklärbar, weil das Hotel Walhalla wegen Renovationsarbeiten geschlossen blieb und deshalb die Anzahl verfügbarer Betten 2018 deutlich reduziert war.»

Nicht nur die seit 2015 steigenden Logiernächte sind für Thomas Kirchhofer ein Grund zur Freude: «Die Stadt wird immer mehr zur Freizeitdestination.» Diese touristische Entwicklung bewertet auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin positiv:

«Das zeigt, dass die Stadt immer attraktiver wird.»

Dies lasse sich unter anderem anhand der Eintritte in Museen und ins Theater belegen. So haben im vergangenen Jahr 160828 Personen ein städtisches Museum besucht, im Vorjahr waren es 148747. Sowohl die Stiftsbibliothek als auch das Theater St. Gallen verzeichnen einen Anstieg von rund 5000 Besuchern. 2018 haben 118843 Personen eine Vorstellung besucht. Jedoch ging die Zahl der Eintritte in die Bäderlandschaft Säntispark von 1 060 000 Besuchern im Jahr 2017 auf 880000 stark zurück.

«Die Gäste sollen länger bleiben und Geld ausgeben»

Eines der Hauptziele von Stadt und St. Gallen-Bodensee Tourismus ist, dass die Touristen länger in St. Gallen bleiben. «Wir wollen nicht nur Tagestouristen, die ein Foto schiessen und weiterziehen», sagt Scheitlin. Auch hier zeigen die Anstrengungen des Tourismusvereins Wirkung. Die Zahl der internationalen Touristen ging insgesamt zwar minim zurück. Jedoch nur bei den Gästen aus China und Japan. «Sie werden aber durch die Zunahme aus Südkorea, Hongkong und Taiwan fast kompensiert», sagt Thomas Kirchhofer. Diese Gäste bringen der Stadt jedoch eine höhere Wertschöpfung.

Zunehmend wichtiger werden die Touristen aus Nordamerika. 2018 ist ihre Zahl gemäss Jahresbericht im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 9114 Besucherinnen und Besucher gestiegen. Somit haben die USA zu Italien als drittwichtigstem Auslandsmarkt für den St. Galler Tourismus aufgeschlossen – nach Deutschland und Österreich. «Wir haben vor rund einem Jahr mit Partnern aus der Hotellerie damit begonnen, den nordamerikanischen Markt zu bearbeiten.» Diese Steigerung sei wichtig, weil sowohl die Besucher aus Korea wie auch aus Nordamerika durchschnittlich länger in St. Gallen bleiben als die Gäste aus China oder Japan. «Das sind die Touristen, die Geld ausgeben und nicht bloss einen kurzen Halt einlegen und ein Foto vom Dom schiessen», sagt Kirchhofer.

Die Geschäftsreisenden bleiben wichtig

Den grössten Teil der Gäste machen aber nach wie vor die Geschäftsreisenden aus. Ihr Anteil liegt noch immer bei rund 70 bis 80 Prozent. «Auch diesen Markt wollen wir weiter ausbauen», sagt Kirchhofer. So soll es mehr Kongresse und Seminare in der Stadt geben. Immerhin gehört die Tourismusregion St. Gallen-Bodensee zu den Top 7 der Schweizer Kongressstandorte. «Bemerkenswert ist, dass St. Gallen der erste Schweizer Durchführungsort der jährlich stattfindenden ‹WikiCon› war. Das ist eine Konferenz für deutschsprachige Wikipedianer», sagt der Tourismusdirektor.

Thomas Kirchhofer und Stadtpräsident Thomas Scheitlin führen beide die positiven Entwicklungen bei den Geschäftsreisenden wie auch bei den Individualtouristen auf die neue Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und dem Verein St. Gallen-Bodensee Tourismus für die Jahre 2018 bis 2021 zurück. «Mit den zusätzlichen Mitteln haben wir dringende Investitionen in Personal und Arbeitsmittel tätigen können.» Trotzdem hält Scheitlin fest: «Wir gehen in die richtige Richtung, doch das touristische Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.

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