Kommentar
Die Wechsel im St.Galler Stadtrat ergeben Sinn

Drei von fünf städtischen Direktionen erhalten 2021 eine neue Vorsteherin oder einen neuen Vorsteher. Diese Rochade ist nachvollziehbar und ergibt auch Sinn, wie Daniel Wirth, Leiter der Tagblatt-Stadtredaktion, in seinem Kommentar schreibt.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion des "St.Galler Tagblatts".

Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion des "St.Galler Tagblatts".

Ralph Ribi

Die neu gewählte Stadtpräsidentin Maria Pappa übernimmt die Direktion Inneres und Finanzen. Das ist womöglich keine Herzensangelegenheit. Pappa sagte im Wahlkampf wiederholt, sie überlege sich, auch als Stadtpräsidentin Baudirektorin zu bleiben. Sie hat sich anders entschieden, und das ist gut so: Die Finanzen, die Einfluss haben auf alle anderen Direktionen, sind bei der Chefin richtig angesiedelt.

Sinn ergibt auch, dass Markus Buschor in die Direktion Planung und Bau wechselt. Er ist Architekt. Als Schuldirektor hat Buschor turbulente Zeiten hinter sich; der Konflikt zwischen der Dienststelle Schule und Musik und der Lehrergewerkschaft sowie das Aufgleisen der Kooperation mit der katholischen Kantonssekundarschule Flade waren intensiv. Jetzt ist die Schuldirektion in ruhigem Gewässer und bereit für einen neuen Kapitän.

Dass dieser mit Mathias Gabathuler ein Bildungsfachmann ist, ist ein glücklicher Zufall. Denn der FDP-Mann musste nehmen, was übrig blieb. Als Rektor einer Mittelschule kennt er die Entscheidungsträger beim Kanton. Das ist wertvoll, umso mehr, als Buschor und Bildungsdirektor Stefan Kölliker das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatten.