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Knatsch um Rorschacher Beiz: «Wirt hatte den Laden nicht im Griff»

«Arcade»-Wirt Mirek Rohan muss sein Lokal verlassen. Nun meldet sich erstmals die Vermieterin der Räumlichkeiten zu Wort.
Noah Salvetti
Auf der Suche nach einem neuen Lokal: Mirek Rohan und seine Freundin Manuela. (Bild: Noah Salvetti)

Auf der Suche nach einem neuen Lokal: Mirek Rohan und seine Freundin Manuela. (Bild: Noah Salvetti)

Mirek Rohan und seine Freundin Manuela führen seit über drei Jahren das Café Arcade in Rorschach. Wegen Lärmemissionen muss das Wirtepaar das Lokal Ende des Monats schliessen.

Nun meldet sich erstmals die Vermieterin der Räumlichkeiten, die namentlich nicht erwähnt werden möchte, zu Wort. Als Eigentümerin mehrerer Liegenschaften an der Hauptstrasse 46, 48 und 50, dem Standort des «Arcade», sei sie ständig mit Reklamationen aus der Nachbarschaft konfrontiert worden.

Zehnmal pro Monat hätten Mieter sie gebeten, die Polizei zu rufen. «Anfänglich verlief die Zusammenarbeit gut. Im ersten Monat verlangte ich keine Miete, der zweite Monat ging gut und ab dem dritten Monat wurde es immer schlimmer», berichtet die Vermieterin, deren Familie das Haus mit den Arkaden seit über vierzig Jahren besitzt.

Anwohner drohten mit Wegzug

In ihren Ausführungen kommen weder «Arcade»-Gastwirt Rohan noch seine Gäste gut weg: Er habe die Situation vor Ort nicht im Griff gehabt und weder die Gäste noch die Geräuschemissionen im Zaum halten können. Von Alkoholeskapaden und anzüglichen Bemerkungen der Kundschaft gegenüber Frauen ist gar die Rede.

Immer wieder habe die Vermieterin dem Gastwirten zugeredet und ihn gebeten, sich an die vertraglich vereinbarten Öffnungszeiten zu halten und den Lärm einzudämmen, doch keine der Massnahmen habe Früchte getragen. «Als mir angestammte Mieter aus der Nachbarschaft mit ihrem Wegzug drohten, weil sie nachts kein Fenster mehr öffnen konnten, musste ich die Notbremse ziehen.»

Sie habe Rohan gerne gehabt, doch es habe sich trotz aller Versuche nie etwas geändert, oft sei das Lokal bis morgens um 6 Uhr offen gewesen – am Geräuschpegel habe das «Arcade» zeitweise mehr an eine Diskothek als an ein Café erinnert, schildert die Vermieterin.

Gastgeber schaut nach vorne

«Kein einziges Mal hat sie sich persönlich bei uns beschwert», hält Mirek Rohans Freundin Manuela dagegen. Die Vermieterin sei morgens oft zu Gast gewesen, habe sich jedoch nie etwas anmerken lassen. «Eine Stunde später kam dann der Briefträger mit einer eingeschriebenen Reklamation – von der Vermieterin», erzählt sie.

«Ein Stammlokal geht flöten», sagt einer von Rohans Stammgästen. Für den Wirt ist die Geschichte gegessen: «Ich habe dazu nichts mehr zu sagen.» Er schaue nach vorne und freue sich auf eine neue Herausforderung an einem neuen Standort. Für die Vermieterin ist klar: «Wie es für Mirek Rohan und sein Café weitergeht, interessiert mich nicht.»

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