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Neue Küche, neue Fenster, barrierefreier Zugang: Ein Videorundgang durch das neue Spanische Klubhaus in St.Gallen

Am Sonntag wird das Spanische Klubhaus wieder eröffnet. Ein Jahr lang blieb es geschlossen, um für die nächsten 15 Jahre fit gemacht zu werden.

Marion Loher
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Im neuen alten Klubhaus: Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner, Stadträtin Maria Pappa und Vereinspräsident Alberto Gomez. (Bild: Urs Bucher)

Im neuen alten Klubhaus: Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner, Stadträtin Maria Pappa und Vereinspräsident Alberto Gomez. (Bild: Urs Bucher)

Sie ist das Herzstück des frisch sanierten Spanischen Klubhauses: Die neue Küche im Untergeschoss. Dort, wo früher der Lagerraum war, wird neu gekocht, gebraten und frittiert. Und das mit Tageslicht. Dafür wurden auf der Bahnhofseite eigens Fenster eingebaut. Die neue Küche ist fast drei Mal so gross wie die alte, wo nur noch Pfannen, Teller und Gläser abgewaschen werden. Zudem gibt es mehrere Tiefkühlzellen und Lagerräume. Zwölf Personen – alle in einem 50-Prozent-Pensum – kümmern sich künftig abwechselnd um die Zubereitung der spanischen Spezialitäten.

«Die neue Küche entspricht den aktuellen Anforderungen», sagte Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner beim gestrigen Rundgang, zu dem die Stadt geladen hatte. Die komplette Erneuerung war nötig geworden, weil das Lebensmittelinspektorat die alte Küche nicht mehr abnehmen wollte. Der Restaurantbetrieb war nicht mehr gesichert. So wurde das meiste Geld des Sanierungskredits in die neue Küche gesteckt. «Hier konnten wir keine Kompromisse machen», sagte Rechsteiner. Im Gegensatz zu anderen beschädigten Stellen am Gebäude. «Wir mussten bei jedem Mangel von Neuem entscheiden, ob wir ihn beheben sollen oder nicht.» Grund war das «knappe Budget»: Der Stadt, die das Klubhaus 2015 gekauft hatte, standen für die Instandstellung 1,825 Millionen Franken zur Verfügung. Das Stadtparlament hatte den Kredit im Februar 2018 bewilligt. Die Sanierung ist auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet, da die Frage, wie es mit dem Klubhaus und dem gesamten Areal hinter dem Bahnhof weitergeht, noch nicht geklärt ist.

Graffiti und Risse in den Wänden bleiben

«Wir haben nur das Nötigste gemacht, was eine ziemliche Herausforderung war», sagte Stadträtin Maria Pappa und betonte, die Kosten hätten eingehalten werden können. So wurde beispielsweise das Dach nur geflickt, der Brandschutz aufgerüstet sowie die Sicherheit an Fenstern und Geländern nachgebessert. Neu verfügt das Klubhaus über einen barrierefreien Zugang und behindertengerechte Toiletten.

Die Fassade aber bleibt wie sie ist, auch mit den Graffiti. Es wurde lediglich der Sandstein abgeklopft. Ebenfalls weiter sichtbar sind die Risse an der Decke und an den Wänden. Sie seien statisch nicht relevant gewesen, deshalb habe man die Risse nicht ausgebessert, sagte Rechsteiner.

Die für die Gäste wohl augenfälligste Veränderung hat der Verein «Hogar Español» selber finanziert. Er leistete sich einen neuen Tresen mit schwarzen Plätteli, modernen Zapfhähnen und einer Glasvitrine. Vereinspräsident Alberto Gomez freut sich über die «gelungene Renovation». Aber er ist froh, dass die Bauarbeiten zu Ende sind und er das Klubhaus nach einjährigem Unterbruch «endlich» wieder für die Gäste aufschliessen kann.

Hinweis

Das Spanische Klubhaus hat am Sonntag, ab 12 Uhr, geöffnet und danach täglich ab 18 Uhr, ausser am Montag.

KOMMENTAR: Spanisches Klubhaus: Ein sinnvoller Kompromiss

Die Stadt St.Gallen will das Spanische Klubhaus sanieren, um dessen Bestand für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu sichern. "Ein Abriss wäre zum jetzigen Zeitpunkt ebenso falsch gewesen wie eine teure Totalsanierung", schreibt Redaktor David Gadze in seinem Kommentar.

STADT ST.GALLEN: Eine Gnadenfrist fürs Klubhaus

Die Stadt will das Spanische Klubhaus in diesem Jahr minimal sanieren. Damit soll der Betrieb des legendären Treffpunkts hinter dem Bahnhof weitere 15 Jahre gesichert werden. Was danach geschieht ist offen.
Reto Voneschen