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Chatten mit der Klasse nur noch eingeschränkt möglich: Whatsapp ist an St.Galler Schulen erst ab 16 erlaubt

Die höhere Alterslimite von Whatsapp bringt auch die St.Galler Schulen in Zugzwang. Neu dürfen Lehrerinnen und Lehrer über den Messenger-Dienst nur noch mit Schülern ab 16 Jahren kommunizieren.
Roger Berhalter
Fällt die Schulreise ins Wasser? Messenger-Dienste wie Whatsapp sind in der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern beliebt. (Bild: Getty)

Fällt die Schulreise ins Wasser? Messenger-Dienste wie Whatsapp sind in der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern beliebt. (Bild: Getty)

Der Messenger-Dienst Whatsapp ist für viele die erste Wahl, wenn es darum geht, mit mehreren Menschen so zu kommunizieren, dass alle stets über alles informiert sind. Keine Familie, die nicht per Whatsapp Kinderföteli austauscht. Kein Polterabend, der nicht mit diesem Dienst geplant wird. Und auch in der Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern ist Whatsapp beliebt, weil es im Gegensatz zur traditionellen Telefonkette schneller und umfassender ist. Eine Nachricht im Klassenchat genügt, und alle wissen Bescheid, dass die Geschichtsstunde ausfällt, dass die Schulreise definitiv stattfindet oder dass in der nächsten Turnstunde Schwimmen angesagt ist.

Zumindest bisher war das so, denn neu ist Whatsapp erst ab 16 Jahren (statt schon ab 13) erlaubt. Das Unternehmen, das Facebook gehört, hat seine Nutzungsrichtlinien angepasst. Dies hat zu grosser Verunsicherung geführt. Macht sich ein 15-Jähriger nun strafbar, wenn er mit seinen Kollegen chattet? Soll man den minderjährigen Cousin jetzt aus dem Familienchat ausschliessen? Müssen Lehrerinnen nun all ihre Klassenchats löschen?

Eltern und Lehrer entscheiden gemeinsam

Ein Verbot von Whatsapp oder anderen ähnlichen Diensten gebe es an den städtischen Volksschulen nicht, sagt Marlis Angehrn, Leiterin der Dienststelle Schule und Musik: «Es gelten jene Beschränkungen, die von Rechts wegen zu beachten sind. Darüber hinausgehende Sonderregeln kennen wir nicht», schreibt sie auf Anfrage.

Wie die Kommunikation zwischen Eltern, Kindern und Lehrpersonen stattfinde und insbesondere, was Eltern und Lehrpersonen diesbezüglich zulassen würden, sei individuell unterschiedlich. Dies müsse auch so sein, denn Eltern hätten «ein erzieherisches Recht, gewisse Grenzen auch der Schule gegenüber zu setzen». Eine klare und nicht verhandelbare Grenze setze unter anderem das Datenschutzrecht.

Klare Anweisungen an die Schulen

Eine Umfrage an den städtischen Schulen zeigt allerdings, dass es sehr wohl eine zentrale Direktive gibt. Im Umlauf ist ein Mail der Dienststelle Schule und Musik mit der klaren Anweisung, dass Whatsapp von nun an nur noch in der Kommunikation mit Schülern ab 16 erlaubt sei. Dies bestätigen auch die Schulleiter der drei Oberstufenzentren. Man werde die Lehrpersonen darauf hinweisen, Whatsapp nur noch auf diese Weise zu verwenden. Zudem werde man für Whatsapp andere, unproblematische Verwendungszwecke prüfen, wie beispielsweise als Chat zwischen Lehrern und Eltern.

Whatsapp für Klassenchats ist damit an der städtischen Volksschule zwar nicht verboten. Allerdings wird diese Nutzung faktisch verunmöglicht, da nur ein kleiner Bruchteil der betreffenden Schülerinnen und Schüler über 16 Jahre alt ist.

Per Infobrief oder E-Mail

Auf den unteren Schulstufen, wo ein Smartphone noch nicht zum Standard gehört, hat man sich ohnehin anders organisiert. «Im Primarschulbereich werden Informationen an Schülerinnen und Schüler über die Erziehungsberechtigten geleitet, im Vorfeld über Informationsbriefe an diese Personen oder auch über den Weg des E-Mails», sagt zum Beispiel Monika Dorner, Leiterin der Primarschule Rotmonten-Gerhalde. Über kurzfristige Änderungen werde telefonisch vom Sekretariat aus informiert.

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