Klares Ergebnis: Die Ortsbürgergemeinde stimmt dem Grundstückstausch mit der Stadt zu

Die Ortsbürgergemeinde hat Ja gesagt zum Tausch von 87000 Quadratmetern Land mit der Stadt St.Gallen.

Claudia Schmid
Drucken
Teilen
An der Zürcher Strasse kommt die Stadt in den Besitz von Land mit einer Fläche von 55000 Quadratmetern.

An der Zürcher Strasse kommt die Stadt in den Besitz von Land mit einer Fläche von 55000 Quadratmetern.

Bild: Ralph Ribi

Zur Versammlung der Ortsbürgergemeinde St.Gallen fanden sich 317 Stimmberechtigte im Audimax der Universität St.Gallen ein. Der Liegenschaftentausch zwischen der Politischen Gemeinde und der Ortsbürgergemeinde war das gewichtigste Geschäft auf der Traktandenliste. Mit einem überzeugenden Resultat von 307 Ja-Stimmen, keinen Gegenstimmen und zehn Enthaltungen gab die Versammlung grünes Licht für den Grundstückstausch.

«Der Tausch dient der Sicherstellung öffentlicher Aufgaben und einer nachhaltigen Stadtplanung für kommende Generationen», hatte Bürgerratspräsident Arno Noger im Vorfeld der Abstimmung über das Geschäft gesagt. Er erinnerte daran, dass das Vorhaben zwischen der Politischen Gemeinde und der Ortsbürgergemeinde in der Politik und der Presse auf einhelliges Wohlwollen gestossen war.

Stadtparlament hat bereits zugestimmt

Bürgerratspräsident Arno Noger

Bürgerratspräsident Arno Noger

Ralph Ribi

Die Stadt erhält von der Ortsbürgergemeinde sechs Grundstücke: die Schulsportanlage Schönau, das Fussballstadion Lerchenfeld des FC St.Otmar, den daneben liegenden Tennisplatz, den Parkplatz der Sportanlage Lerchenfeld sowie den Sport- und den Spielplatz Kreuzbühl. Im Gegenzug erhält die Ortsbürgergemeinde von der Stadt drei Grundstücke. Eines liegt an der Stephanshornstrasse, eines an der Ecke Haggenstrasse/Oberstrasse und auf dem dritten steht das Schlössli Haggen.

«Bei diesem beachtlichen Grundstückstausch handelt es sich um keinen flächendeckenden, sondern einen wertneutralen Tausch. Sowohl der Tausch als auch die ermittelten Werte und Konditionen sind ausgewogen und fair», betonte der Bürgerratspräsident. Das Stadtparlament hat dem Geschäft bereits zugestimmt. Der Parlamentsentscheid untersteht zurzeit dem fakultativen Referendum. Wird dieses nicht ergriffen, könnte der Tauschvertrag Anfang 2020 wirksam werden.

Wohnangebot für Familien und Studierende

Ebenso eindeutig zeigten sich die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger einverstanden mit dem Baurechtsvertrag für das Stadtsägeareal. Damit erhält die Previs Vorsorge AG aus Wabern im Kanton Bern über 12000 Quadratmeter Boden mit einem Landwert von rund 10 Millionen Franken. Die Baurechtsdauer beträgt 100 Jahre, der Bauchrechtszins pro Jahr rund 303000 Franken. Auf dem Stadtsägeareal wird ein Wohnangebot entstehen, das sich sowohl an Studierende als auch Familien richtet.

Das Budget samt Investitionsrechnung 2020 wurde ohne Diskussion einstimmig genehmigt. Arno Noger erklärte, dass der grössere Teil der Investitionen im Finanzvermögen oder mit Spezialfinanzierungen stattfindet. Als Stichworte nannte er Grundstücke und Baurechte sowie Mietliegenschaften wie das Wohnbauprojekt Steingrüebli und die Sanierung «Kutscherhaus» im Aicherpark.

Unter dem Traktandum «Ausblick und Finanzen» orientierte der Bürgerratspräsident über grössere und kleinere Projekte, die in nächster Zeit beschäftigen werden. Dazu zählen der Abschluss der Sanierung und Erweiterung der Geriatrischen Klinik, das Bauprojekt Steingrüebli, die Bereitstellung des Areals Stadtsäge für die Bauarbeiten 2021, die Entwicklung des Areals Waldacker, der Walderlebnispfad Menzlen und die Tunnelverbindung vom Bürgerspital zum Singenberg. Schliesslich wählte die Versammlung zwei Ersatzmitglieder für die GPK. Neu Einsitz nehmen Liliane Kobler und Reto Schneider.

183 Personen erhielten den Bürgerbrief

Wie immer an der Bürgerversammlung im Dezember stand auch die Begrüssung der neu eingebürgerten Personen auf dem Programm. Total erhielten 183 Personen den Bürgerbrief, 29 aus der Schweiz und 154 aus dem Ausland. Arno Noger übergab symbolisch einen der Bürgerbriefe persönlich. Die Wahl fiel auf die vierköpfige Familie Dierkes aus Deutschland. Die Grussworte überbrachte Stadtrat Markus Buschor.