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Kirche Steinach zeigt ihren Schatz in luftiger Höhe

Derzeit renovieren Spezialisten die Jakobuskirche in Steinach. Auch die Turmkugel wird aufpoliert und neu vergoldet. Bevor sie wieder verschlossen wird, bekommen die Reliquien und Dokumente Gesellschaft.
Jolanda Riedener/Fritz Heinze
In luftiger Höhe entfernen Handwerker die vergoldete Kugel von der Kirchturmspitze. (Bild: Fritz Heinze)

In luftiger Höhe entfernen Handwerker die vergoldete Kugel von der Kirchturmspitze. (Bild: Fritz Heinze)

Eine Rundumerneuerung steht bei der katholischen Kirche in Steinach an. Die Fassade wird renoviert, der Verputz und Sandstein überprüft. «Es stehen verschiedene Spenglerarbeiten und einige Arbeiten an Turm und Chor an», sagt Kirchenverwaltungspräsident Andreas Popp.

Auch die Decke der 280-jährigen Kirche ist renovationsbedürftig, Notfallsicherungen halten diese aktuell am Platz. Die Untersuchungsberichte liegen gemäss Popp im Sommer vor, saniert wird die Decke zu einem späteren Zeitpunkt.

Demontage klappte ohne Verzögerungen

Einen besonderen Moment während der aktuellen Aussensanierungsarbeiten stellt die Demontage der goldenen Kugel auf der Turmspitze dar. Am Montag war es so weit. Spezialisten haben Kugel, Kreuz und Wetterfahne vom Kirchturm genommen. Thomas Burkart, Monteur der Firma Muff Kirchturmtechnik mit Sitz im luzernischen Triengen, sagt:

«Dank der guten Arbeit, die bei der letzten Kirchturmrestauration geleistet wurde, klappte das bestens»

Am späteren Vormittag konnten sich die Besucher die Inhalte der Turmkugel ansehen, die sich normalerweise in ungreifbarer Höhe befinden. Bei der Öffnung der vergoldeten Kugel war auch die sechste Klasse aus Steinach von Remo Gehrig vor Ort. Die Schülerinnen und Schülern zeigten grosses Interesse am Geschehen.

Zeitzeugnisse werden ergänzt mit News aus 2019

Der Inhalt des länglichen Behälters, der zugeschweisst war, wird nun von der Kirchenverwaltung und weiteren zuständigen Stellen gesichtet und aufgelistet. «In der Kugel befinden sich Reliquien und historische Dokumente», sagt Popp. 1951 habe der damalige Pfarrer Oswald alle Inhalte der Kapsel zusammengefasst und archiviert. Zum letzten Mal geöffnet wurde die Turmkugel 1981 – vor 38 Jahren.

Die Kugel, das Kreuz und die Wetterfahne werden nun ebenfalls restauriert und neu vergoldet. Anschliessend werden sie wieder auf der Turmspitze angebracht. Der Inhalt des Blechbehälters wird davor allerdings noch mit zeitgenössischem Material ergänzt. Die Kirchenverwaltung beschäftige sich noch damit, welche Gegenstände und Dokumente in die Zeitkapsel gehören sollen. Vermutlich wird ein Bild oder ähnliches der Steinacher Schulklasse darin Platz finden, da diese bei der Öffnung anwesend war. Weiter werden gemäss Popp sicher Informationen über Geschehnisse aus 2019 beigelegt. Dabei verweist der Kirchenverwaltungspräsident auf das 1250-Jahr-Jubiläum, das die Gemeinde dieses Jahr feiert. «Wir haben uns auch Rat bei den Spezialisten geholt, die solche Behältnisse in der ganzen Schweiz öffnen und restaurieren», sagt Popp.

Wann die Kugel wieder auf dem Kirchturm ist, weiss Präsident Popp noch nicht: «Vermutlich im Sommer, vielleicht nach den Ferien», sagt er.

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