Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Orgel-Ausbau ist bewilligt: St.Galler Kirchbürger mit viel Musikgehör

Die Laurenzen-Orgel wird erweitert. Die Kirchbürger der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St.Gallen-Centrum sagen klar Ja zum Kredit von 1, 1 Millionen Franken für das 2,4 Millionen Franken teure Projekt.
Martin Preisser
In St.Laurenzen wird der Weg frei für ein innovatives Orgelkonzept. (Bild: Urs Bucher, 18. August 2018)

In St.Laurenzen wird der Weg frei für ein innovatives Orgelkonzept. (Bild: Urs Bucher, 18. August 2018)

Auch mit einem Paulus-Wort («Wer spärlich sät, wird auch spärlich ernten») warb die Kirchenvorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St.Gallen-Centrum für ein mutiges und ambitioniertes Orgelprojekt. Mit Robert Schumanns «Träumerei» wurde die Abstimmung über die geplante Orgelerweiterung um drei zusätzliche Pfeifensysteme musikalisch eröffnet.

Und es blieb nicht bei einem Traum. Kirchenmusik hat eine lange Tradition in St.Laurenzen, und 88 von 95 Kirchbürgern haben gestern überraschend deutlich zur gut fundierten Vorlage Ja gesagt und damit unterstrichen, dass Kirchenmusik in ihrer Gemeinde eine Zukunft haben soll.

Christian Kind, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, zeigte sich überrascht, dass es so wenig kritische Voten gegen das Projekt gab. «Wir können uns das leisten», sagte Kind, der eine Jahresrechnung präsentierte, die mit einem Gewinn von 23 000 Franken und Eigenkapital von 9,5 Millionen Franken abschliesst.

Ein sehr teures, aber innovatives Orgelkonzept

Seit über drei Jahren befasst man sich in St.Laurenzen mit einem neuen, innovativen Orgelkonzept. Dank des bewilligten Kredits von 1,1 Millionen Franken entsteht in den nächsten Jahren eine Orgel, die das Publikum von allen vier Seiten beschallt. Die alte Orgel bleibt bestehen, dazu kommen auf allen drei Emporen neue Pfeifen. 2,4 Millionen kostet das Projekt, und auch Stadt, Kanton und Ortsbürgergemeinde haben grünes Licht gegeben.

Massgeblich dafür eingesetzt hat sich Hausorganist Bernhard Ruchti, der sich über so viel Musikgehör in seiner Kirchgemeinde freut: «Wohl in sehr wenigen Schweizer Kirchgemeinden wäre ein solches Projekt heutzutage möglich gewesen.»

Dafür, dass der Kreditrahmen von 1,1 Millionen vielleicht sogar noch unterschritten wird, soll professionelles Fundraising sorgen, für das sich der St.Galler Alt-Stadtrat Fredy Brunner als Vorsitzender des Patronatskomitees Laurenzen-Orgel engagiert.

In Zeiten starken Spardrucks setzt die Kirchgemeinde St.Gallen-Centrum jetzt ein deutliches Zeichen für Kultur, kommt doch diese auch internationale Kreise interessierende Orgel nicht nur der Kirche, sondern dem Standort St.Gallen insgesamt zugute.

Deborah Weber, federführend in der Orgelkommission der Kirchgemeinde, warb für die Orgel auch mit dem Bild des Leuchtturms, der Menschen verbinde. Unterstützung für die Erweiterung, die in St.Laurenzen künftig neue Konzertformen ermöglichen und auch für Orgelkomponisten reizvoll sein könnte, kam auch vom Verband der St.Galler Orgelfreunde und seinem Präsidenten Hans-Peter Völkle.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.