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Kinok verfügt über ein elektronisches Sitzplatz-Reservationssystem

Der Montag vor einer Woche war fürs Kinok ein historischer Moment. Das St. Galler Studienkino konnte nach intensiver Vorbereitungsphase ein elektronisches Sitzplatz-Reservationssystem in Betrieb nehmen.
Reto Voneschen
Den Platz selber auswählen: Der Kassenbereich des Kinok mit dem Bildschirm fürs Sitzplatz-Reservationssystem. (Bild: Hanspeter Schiess)

Den Platz selber auswählen: Der Kassenbereich des Kinok mit dem Bildschirm fürs Sitzplatz-Reservationssystem. (Bild: Hanspeter Schiess)

Seit das Kinok 2010 von St. Fiden in die Lokremise hinter dem Hauptbahnhof gezügelt ist, hat es eine richtige Erfolgsgeschichte hinter sich. In den letzten Jahren an der Grossackerstrasse kamen jährlich im Schnitt rund 15000 Personen ins Kinok. Heute sind es in der Lokremise im Jahresschnitt über 45000 Besucher. Das ist an sich eine wunderschöne Kinogeschichte und auch eine Bestätigung fürs Konzept des Kinok. Der Grossandrang hatte allerdings auch Schattenseiten.

Beim Umzug in die Innenstadt war ein Sitzplatz-Reservationssystem fürs Kinok kein Thema. Die Verantwortlichen entschieden daher, die neuen Polstersessel nicht mit Nummern besticken zu lassen. Das Fehlen eines Reservationssystems hatte am alten Standort im ehemaligen Kino Apollo an der Grossackerstrasse, dem heutigen Theater 111, nie Probleme gemacht. Das hat sich in den vergangenen drei, vier Jahren geändert.

Publikumserfolg mit Schattenseiten

Einerseits sind Sitzplatzreservationen im Kino und bei Kulturanlässen heute selbstverständlich. Anderseits machte der zunehmende Publikumsandrang die Platznummerierung fürs Kinok wieder zum Thema. Der trotz steigender Zahl von Vorführungen immer vollere Saal führte dazu, dass man für seinen Lieblingsplatz immer früher anstehen musste. Und wer knapp dran war, musste mit den bei vielen Kinogängern nicht beliebten vordersten Plätzen vorliebnehmen.

Ein anderes Phänomen war, dass Frühansteher für Bekannte, die weiter hinten warteten oder später kamen, Sitze mit Kleidungsstücken belegten. Was wiederum jene ärgerte, die auch früh angestanden waren, aber trotzdem auf ihrer Ansicht nach weniger gute Plätze abgedrängt wurden. Vereinzelt kam es vor, dass Stammgäste, die mehrfach so «angebrannt» waren, sich weniger blicken liessen, wie Gespräche unter Filmfreunden zeigen.

Den Verantwortlichen seien diese Probleme schon länger bewusst gewesen, sagt Andreas Stock, der seit Dezember 2017 fürs Kinok arbeitet und auch für die Einführung des Sitzplatz-Reservationssystems verantwortlich zeichnet. Es habe aber etwas Zeit gebraucht, um zu einer Lösung zu kommen. Dies einmal aufgrund der knappen personellen Ressourcen, dies aber auch, weil die Abklärungen fürs Reservationssystem aufwendig gewesen seien.

Entschieden hat sich das Kinok-Team für eine Eigenentwicklung des lokalen Informatikers Manuel Märklin. Er hatte auf den Umzug in die Lokremise hin bereits das neue Betriebssystem fürs Kino entworfen. Zur Finanzierung hat der Trägerverein in den vergangenen Jahren bereits Rückstellungen gebildet. Sie sollten für Realisierung und Einführung des Reservationssystems auch ausreichend sein, sagt Andreas Stock im Gespräch.

Ein System mit verschiedenen Vorteilen

Nach Tests im November ist das System seit genau einer Woche in Betrieb. Es bewähre sich und komme beim Grossteil des Publikums gut an, sagt Andreas Stock. Und das neue System ist tatsächlich ein Fortschritt, aber nicht nur, weil es Stress vor dem Filmbesuch abbaut. Es bietet erheblich mehr Service als die frühere Reservationsmöglichkeit.

Nicht nur, dass man den nummerierten Sitzplatz seiner Wahl auf sicher hat, es ist auch möglich, per Internet zu reservieren. Ab Mitte des Vormonats ist das Kinok-Programm für den laufenden Monat im Reservationssystem aufgeschaltet. Darin kann man relativ weit voraus für einen Termin reservieren und dabei seinen Sitzplatz gleich auch noch selber auswählen.

Das Ticket kann während der Öffnungszeiten sofort ab der Reservation an der Kinokasse bezahlt und mitgenommen werden. Wobei es natürlich weiterhin möglich ist, auch an der Kasse für einen der aufgeschalteten Termine im Voraus zu reservieren, zu bezahlen und das Ticket mitzunehmen.

Mehr Vorstellungen

Neben dem Sitzplatz-Reservationssystem bietet das Kinok in der Wintersaison 2018/19 eine weitere Neuerung an. Nachmittagsvorstellungen am Mittwoch, Samstag und Sonntag sind etabliert. Neu gibt es solche auch am Dienstag, Donnerstag und Freitag. «Wir wollen herausfinden, ob es dafür ein Publikum gibt», sagt Andreas Stock vom Kinok-Team. Dies auch, weil man wisse, dass es Leute gebe, die nach dem Eindunkeln lieber nicht mehr aus dem Haus gingen.
Neu ist auch die Kaffeemaschine hinter der Kinok-Bar. Es handelt sich um ein italienisches Modell, dessen Einführung mit einem Barista-Kurs für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden war. (vre)

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