Kinderunterhaltung
«Eine schönes Stück mit Happy-End»: Das Theaterprogramm im Gossauer Walter-Zoo startet wieder

Am Samstag startet das Theater im Gossauer Walter-Zoo in eine neue Spielsaison mit dem Stück «Die Abenteuer von Igel Pix». Nach einer langen, coronabedingten Pause sind die Schauspieler froh, wieder auf der Bühne stehen zu können. Ein Blick hinter die Kulissen.

Rosa Schmitz
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Im Fokus der diesjährigen Aufführung steht wie immer ein ausgesuchtes Natur- und Artenschutzthema.
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Das Stück «Die Abenteuer von Igel Pix» handelt von einer Gruppe unwahrscheinlicher Helden.
Drei Waldfreunde müssen einen Weg finden, ihren Lebensraum vor einem gierigen Bürgermeister zu retten.
Er will ihre Häuser abreissen.
Und auf dem Land ein Einkaufszentrum errichten.
Doch der Fuchs, der Igel und das Eichhörnchen sind zu klever für ihn.

Im Fokus der diesjährigen Aufführung steht wie immer ein ausgesuchtes Natur- und Artenschutzthema.

Bilder: Andri Vöhringer

Die Bühne ist aufgebaut, die Kostüme sind angefertigt, die Schauspieler haben alle ihre Texte auswendig gelernt – der Wiedereröffnung des Zootheaters im Walter-Zoo steht nichts mehr im Weg. «Wir sind so froh, dass wir unseren kleinsten Besuchern dieses Angebot wieder machen können», sagt Jeannine Gleichmann-Federer von der Geschäftsleitung.

«Sie lieben das Zootheater über alles. Viele kommen mehrmals in einer Spielsaison.»

Die Enkelin der Zoo-Gründer Walter und Edith Pischl ist für alle Aufführungen zuständig. Am Samstag geht es mit dem Stück «Die Abenteuer von Igel Pix» endlich wieder los. Das Programm läuft bis Ende Oktober.

Jeannine Gleichmann-Federer von der Geschäftsleitung des Walter-Zoos in Gossau.

Jeannine Gleichmann-Federer von der Geschäftsleitung des Walter-Zoos in Gossau.

Bild: Andri Vöhringer

«Im Fokus steht wie immer ein ausgesuchtes Natur- und Artenschutzthema», sagt Gleichmann-Federer. Diesmal präsentiert das Zootheater die Geschichte einer Gruppe unwahrscheinlicher Helden. Drei Waldfreunde – ein Fuchs, ein Igel und ein Eichhörnchen – müssen einen Weg finden, ihren Lebensraum vor einem gierigen Bürgermeister zu retten. Er will ihre Häuser abreissen und auf dem Land ein Einkaufszentrum errichten. «Eine schönes Stück mit Happy-End», sagt Gleichmann-Federer.

Wie im richtigen Wald

Besucher, Gross und Klein, werden sich mit Sicherheit in der Handlung verlieren. Die Bühne des Zootheaters wurde in ein dichtes Waldgebiet verwandelt. Gefälschte, aber immer noch grosse, üppige Bäume, leuchtende Pilze und Blumengirlanden schmücken das Zelt. Die Besucherinnen und Besucher sitzen auf von Hand geschnitzten Bänken, den Boden bedecken Holzspäne. Es riecht nach Tannenzapfen.

Hinter dem Bühnenbau steckt eine Menge Arbeit, die jedoch seit über einem Jahr ungesehen blieb. «Das vergangene Jahr war seltsam für uns – die Kulisse stand einfach da, bereit, aber unbenutzt», sagt Gleichmann-Federer.

«Sie schien wie ausgestorben.»

Auf der positiven Seite: Nachdem die Coronakrise dem Zootheater vergangenes Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war die Vorbereitung für die diesjährige Aufführung etwas einfacher. Doch der erste Lockdown kam nur eine Woche vor der Premiere von «Die Abenteuer von Igel Pix». Es war schon alles vorbereitet. «Also haben wir beschlossen, einfach alles so zu lassen, wie es ist – und dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben, wenn wir wieder auftreten können», sagt Gleichmann-Federer. Die Schauspieler brauchten nur eineinhalb Wochen, um ihre Texte und ihre Positionen wieder einzuprägen.

Kürzeres Stück, dafür zweimal am Tag

«Wir haben die Pause allerdings genutzt, um einige Änderungen an dem Stück vorzunehmen», sagt Gleichmann-Federer. Vor allem wurde gestrafft. Die Aufführung wurde von einer Stunde – mit Pause – auf 30 Minuten reduziert. «Auslöser für den Entscheid war Corona», erklärt Gleichmann-Federer. Das Team ging davon aus, dass es aufgrund der Sicherheitsmassnahmen nicht so viele Leute ins Zootheater lassen könnte. Deshalb hatte es die Idee, stattdessen ein kürzeres Stück zweimal pro Tag aufzuführen. Für kleinere Gruppen. Täglich einmal um 11 Uhr und einmal um 15 Uhr. Gleichmann-Federer sagt:

«Dies erwies sich als relativ einfach zu organisieren und könnte der Modus Operandi bleiben.»

Zugang ins Zootheater ist nur mit gültigem Covid-Zertifikat (geimpfte, genesene und negativ getestete Personen) gewährt. Dieses wird am Eingang mit der «COVID Certificate Check»-App überprüft – ein Ausdruck oder Screenshot wird ebenfalls angenommen. Zudem müssen Besucherinnen und Besucher einen amtlichen Ausweis (Identitätskarte oder Pass) vorweisen. Nur Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag benötigen kein Covid-Zertifikat. Testmöglichkeiten vor Ort gibt es keine.

«Wir können es kaum erwarten, an diesem Wochenende alle wieder begrüssen zu dürfen», sagt Gleichmann-Federer.

«Wir versprechen, dass die fertige Bühne und die Kostüme, samt Schminke, einen Blick wert sein werden.»

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