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In Waldkirch programmieren Kinder Roboter

Ein Projekt der Schule Waldkirch-Bernhardzell vermittelt Kindern und Eltern die Grundzüge der Robotik. Damit will die Schule das Interesse an technischen Fächern fördern.
Elena Fasoli
Kinder und Eltern programmieren auf dem iPad selbständig ihre Roboter für die vorgesehene Strecke. (Bild: Hanspeter Schiess)

Kinder und Eltern programmieren auf dem iPad selbständig ihre Roboter für die vorgesehene Strecke. (Bild: Hanspeter Schiess)

Auf dem Boden der Aula im Oberstufenzentrum Bünt Waldkirch sitzen Kinder. Konzentriert programmieren sie auf den iPads der Schule gemeinsam mit ihren Eltern einen Lego-Roboter. Die Roboter haben Sensoren, die auf Farben reagieren. Sie schieben Objekte mit einer Schaufel zur Seite. Zudem machen sie Töne und umfahren Hindernisse. Die meisten Eltern sind ebenso begeistert wie die Kinder. Während ein Vater technische Inputs gibt, ist eine Mutter für einfachere Dinge zuständig. Lachend erklärt sie: «Meine Tochter hat alles alleine programmiert. Ich bin nur hier, um den Roboter zurück auf den Startpunkt zu stellen.»

Die Schule Waldkirch-Bernhardzell hat ein Pilotprojekt gestartet, das Kinder für naturwissenschaftliche und technische Fächer begeistern soll. Im Rahmen des sogenannten «Lab WaBe» bietet sie ausserschulische Robotik- und Elektronik-Kurse an. Die Kursdauer beträgt sieben Vormittage à 90 Minuten. Kinder ab zehn Jahren können in Begleitung der Eltern am Projekt teilnehmen. Ab 12 Jahren ist die Teilnahme auch ohne Begleitung möglich. Die Schüler müssen kein Vorwissen mitbringen. Nach dem Zusammenbauen der Roboter und ein wenig Theorieunterricht arbeiten die Schüler selbstständig mithilfe eines Programmier-Dossiers.

Das Projekt soll Neugier bei den Kindern wecken

Projektleiter Roman Peterer ist Feuer und Flamme für die «MINT-Fächer». Damit meint er Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In diesen Bereichen gäbe es ein Nachwuchsproblem. Das Projekt solle bei Kindern die Begeisterung für die Naturwissenschaften wecken. «Ich habe die Hoffnung, dass so mehr Kinder den Mut finden, technische Berufe zu erlernen», sagt Peterer. Schulratspräsidentin Susanne Roth ergänzt, dass Kinder einen angeborenen Entdeckergeist hätten. «Diese Neugier muss von den Erwachsenen gefördert werden.»

Gemäss Peterer haben sich mehr Kinder für den Robotik-Kurs angemeldet als erwartet. Deshalb entschied er sich, zwei Kurse durchzuführen. «Ich dachte im Vorfeld, dass sich vor allem Jungs für den Kurs anmelden», sagt Peterer. «Doch die Mädchen sind genauso motiviert bei der Sache.» Die Rückmeldungen sind bisher positiv. «Manche Kinder kommen sogar, wenn sie krank sind». Viele Eltern hätten bereits angekündigt, dass sie ihr zweites Kind ebenfalls für einen Robotik-Kurs anmelden wollen. Susanne Roth sagt, ins Forscherlabor kämen die Kinder freiwillig und mit Freude. «Sie sehen, dass Lernen Spass macht.» Im Gegensatz zum Schulunterricht läuft niemand aus der Aula, als der Kurs vorbei ist. Stattdessen sieht man lange Gesichter, denn die Kinder wollen noch nicht nach Hause gehen.

Aufbauende Kurse sind geplant

Ab November findet der zweite Kurs statt. Im Elektronik-Kurs arbeiten die Schüler mit Elektronikbaukästen und können zum Beispiel eine Alarmanlage bauen. Die Schule will zudem weitere Angebote prüfen. Es sind bereits aufbauende Kurse und Kurse in anderen Themengebieten geplant. Peterer will aber nicht nur auf begabte Schüler eingehen. Er sagt: «Zentral ist, dass jeder Schüler Freude hat.»

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