Kinder malen in der Stadt St.Gallen für Kinderrechte

In Schaufenstern in der Innenstadt machen Kinder mit Zeichnungen auf ihre Rechte aufmerksam. Am Mittwoch gibt es zudem eine Kinderdemonstration.

Rafael Hug
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Kinder schmücken Schaufenster und thematisieren dabei unter anderem ihr Recht auf Schutz und Sicherheit. (Bild: Rafael Hug)

Kinder schmücken Schaufenster und thematisieren dabei unter anderem ihr Recht auf Schutz und Sicherheit. (Bild: Rafael Hug)

Bis Sonntag zieren Kinderzeichnungen und Bastelarbeiten die Schaufenster von rund 20 Geschäften in der Innenstadt. Mit den Arbeiten wollen Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren die Bevölkerung für ihre Rechte sensibilisieren.

Am Aktionstag für Kinderrechte am Mittwoch werden unter anderem die Anliegen der Kinder Stadträtin Sonja Lüthi überreicht. Übergabe ist am Mittwoch, 14 Uhr in der Marktgasse (siehe Kasten). Anlass ist der 30. Geburtstag der UNO-Kinderrechtskonvention. Damals wurden die Rechte der Kinder verbindlich formuliert.

«Genauso vielfältig wie die Zeichnungen sind die jungen Künstler», sagt Kathrin Rieser, Organisatorin des Kinder­kunstprojekts. Nicht nur Schulen und Kindergärten, auch Familien und Flüchtlingskinder haben sich engagiert.

450 Kinder an Demo

Die Offene Arbeit mit Kindern organisiert eine Kinderdemonstration mit anschliessender Kinderdisco im Kugl. Mit dabei sind rund 450 Kinder aus allen Kindertreffs und Tagesbetreuungen der Stadt. Die Demo startet am Mittwoch, 14.30 Uhr, in der Marktgasse, nach Übergabe der Forderungen der Kinder. Von 14 bis 18 Uhr gibt es am Bärenplatz eine Standaktion. (pd/mha)

Hinweis www.kindersg.ch

«Erst sensibilisieren, dann umsetzen»

«Die Anliegen der Kinder sind vielfältig», sagt Rieser. So beharren die Kinder auf ihr Recht auf Schutz und Sicherheit, das durch den Klimawandel gefährdet ist. «Wir haben das Recht auf eine intakte Umwelt», steht auf einer Zeichnung.

Aber auch das Recht auf Teilhabe und Förderung wurde oft thematisiert. «Zurzeit ist es für Kinder schwierig, politisch und gesellschaftlich mitzuwirken.» Das solle sich ändern, indem sich junge Leute mit der Hilfe von Erwachsenen Gehör verschaffen, sagt Rieser.

«Wir Erwachsenen haben die Aufgabe, ein Sprachrohr der Kinder zu sein.»

Denn erst wenn die Bevölkerung ein Bewusstsein für Kinderrechte entwickle, könnten diese genügend umgesetzt werden. «Weltweit – auch bei uns in der Schweiz – müssen Kinderrechte noch konsequenter umgesetzt werden.»