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Kellen-Knatsch: Neuer Streit um ein Inserat und die Öffnungszeiten

Der Verwaltungsrat (VR) der Tübacher Sportanlage hat die Pacht für das Restaurant Sporttreff ausgeschrieben. Gemeindepräsident Michael Götte kritisiert das Anforderungsprofil an die neuen Betreiber. VR-Präsident Dominik Gemperli wehrt sich.
Martin Rechsteiner
Das Restaurant Sporttreff auf der Sportanlage Kellen in Tübach. (Bild: Rudolf Hirtl, Juli 2018)

Das Restaurant Sporttreff auf der Sportanlage Kellen in Tübach. (Bild: Rudolf Hirtl, Juli 2018)

Nach dem Streit mit dem FC Rorschach-Goldach 17 über die Gastro-Möglichkeiten auf der Tübacher Sportanlage Kellen hat das Pächterpaar das Restaurant Sporttreff verlassen. Wie vor den Sommerferien angekündigt, hat Dominik Gemperli, Präsident des Verwaltungsrats der Sportanlage, nun ein Inserat veröffentlicht. Interessierte können sich jetzt für die Pacht, beginnend am 1. Januar 2019, bewerben.

Die Erwartungen des Kellen-Verantwortlichen an die neuen Betreiber lesen sich folgendermassen: «Sie führen das Restaurant mindestens während des Trainings- und Spielbetriebs selbstständig. Auch für spezielle Veranstaltungen und Events bleibt das Restaurant geöffnet. Ausserdem sollen die Benutzer des Begegnungsplatzes vom Restaurationsbetrieb profitieren. Es steht Ihnen frei, die Einsätze auszuweiten und einen vollwertigen Betrieb anzubieten. Sie sind unternehmerisch autonom, stellen Ihr Team selbst zusammen und wirtschaften in eigenem Interesse.»

Streitpunkt Öffnungszeiten

Die Ausschreibung lässt zwar einen gewissen Interpretationsspielraum offen, aber die Richtung, in welche die Anforderungen gehen, scheint klar: Das Restaurant muss während der Anwesenheit von Vereinen, beziehungsweise bei Anlässen geöffnet sein. Fixe Öffnungszeiten sind offenbar nicht zwingend vorgesehen.

Genau darauf hat die Gemeinde Tübach, auf deren Grund die Anlage steht, jedoch stets gepocht – unter dem Vorgänger-Wirtepaar war das Restaurant regelmässig geöffnet. Entsprechend unglücklich ist deshalb Gemeindepräsident Michael Götte mit der Formulierung der Ausschreibung. «Die Gemeinde Tübach hat schon von Anfang an klar gesagt, dass das Restaurant für die Öffentlichkeit da sein muss und nicht nur für die Sportler. Dafür sind meiner Meinung nach fixe, regelmässige Öffnungszeiten Voraussetzung. Die jetzige Formulierung schliesst diese zwar nicht aus, verlangt sie aber leider auch nicht ausdrücklich.»

Vertragsdetails entscheiden Vieles

Götte will dies in der nächsten Gemeinderatssitzung zum Thema machen. «Kommen wir gemeinsam zum Schluss, dass unser Anliegen in der Ausschreibung zu wenig beherzigt wird, werden wir uns beim Verwaltungsrat des Zweckverbands melden.» Götte räumt aber ein, dass, eben wegen des Interpretationsspielraums der Ausschreibung, vieles möglicherweise noch bei den Verhandlungen der Details mit einem potenziellen Pächter entschieden werden könne.

Genau darauf zielt Zweckverbands-Verwaltungsratspräsident Dominik Gemperli. «Angelegenheiten wie Öffnungszeiten regeln wir in den Detailverhandlungen des Pachtvertrags. Dies soll jetzt erst einmal eine offene Ausschreibung sein, welche die Konzeptfreiheit der Bewerber nicht zu sehr einschränkt.» Mit einer jetzigen Vorschrift genauer Öffnungszeiten, inklusive deren Ausnahmen zum Beispiel im Winter, schösse man über das Ziel hinaus, findet er. «Zudem waren Öffnungszeiten nie in einer Ausschreibung definiert. Auch mit dem Wirtepaar, das den ‹Sporttreff› bis anhin geführt hat, hatte der Zweckverbands-VR das erst in den Details des Pachtvertrags geregelt.»

Vereine füllen die Lücke

Dass das Anforderungsprofil auf Vereine als Bewerber zugeschnitten ist, dementiert Gemperli. «Bewerben dürfen und sollen sich alle, am Ende entscheidet das beste Konzept unter Berücksichtigung der Interessen der verschiedenen Nutzer. Zu diesen gehörten auch, aber nicht nur, die Sportvereine.»

Aber zumindest, bis der neue Pächter gefunden ist, sind die Vereine am Drücker. Sie dürfen die Gastro-Räumlichkeiten «auf entsprechendes Gesuch hin für Veranstaltungen und Anlässe, die auf der Sportanlage stattfinden für den Betrieb einer Festwirtschaft benutzen», wie Gemperli in einer Mitteilung schreibt. Davon profitiert bereits der FC Rorschach-Goldach 17, der bei Heimspielen seiner Mannschaft das Restaurant betreiben darf; das erste Mal am kommenden Wochenende. Der FC hat zudem angekündigt, eine Bewerbung plus Konzept für die Pacht einzureichen. Die Frist läuft noch bis am 31. August.

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