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Das Provisorium kann kommen: Keine zweite Schlacht um die St.Galler Sömmerliwiese

Akzeptiert das Lachen-Quartier ein Provisorium für die Tagesbetreuung auf der umgezonten Sömmerliwiese? Das scheint trotz einiger kritischer Stimmen zum Standort der Fall zu sein.
Auf der Sömmerliwiese im Lachen-Quartier soll bald ein Provisorium für die Tagesbetreuung stehen. (Bild: Reto Voneschen)

Auf der Sömmerliwiese im Lachen-Quartier soll bald ein Provisorium für die Tagesbetreuung stehen. (Bild: Reto Voneschen)

Im Februar 2017 hat das Stadtsanktgaller Stimmvolk nach einem heftigen Abstimmungskampf für die Umteilung der Sömmerliwiese in der Lachen in die Grünzone A und gegen eine teilweise Überbauung mit einem Neubau für die Tagesbetreuung von Schulkindern entschieden. Die Stadt ist daran ein neues Projekt dafür aufzugleisen.

Bis es in Betrieb genommen werden kann, will sie ein Provisorium von Sommer 2019 bis mindestens Sommer 2024 auf die umgezonte Sömmerliwiese stellen. Das Stadtparlament hat dem Vorhaben zugestimmt. Der Entscheid untersteht jetzt dem fakultativen Referendum. Das heisst, mit 1000 Unterschriften von städtischen Stimmberechtigen kann man dazu eine Volksabstimmung erzwingen. Die Referendumsfrist läuft bis 22. Oktober.

Gruppe um Christian Hostettler verzichtet

Der Quartierverein Lachen hat schon vor einiger Zeit kommuniziert, dass er das Provisorium auf der Sömmerliwiese akzeptiert. Dieses dürfe aber nicht «endlos» über 2024 hinaus stehen bleiben, also zum «Providurium» werden. Bis Mitte Woche stand trotzdem eine Referendumsdrohung aus dem Lachen-Quartier im Raum.

Ein Komitee um den ehemaligen SVP-Politiker Christian Ho­stettler wollte vom Stadtrat die ausdrückliche Zusicherung, dass das Provisorium für die Tagesbetreuung 2024 oder kurz danach abgeräumt wird. Nach einem Briefwechsel, in dem der Stadtrat versichert, dass das Provisorium sofort nach Erstellung des Neubaus wegkommt, lenkt das Komitee ein. Die Zusicherung sei ausreichend, bestätigte Christian Hostettler auf Anfrage. Seine Gruppe werde das Referendum nicht ergreifen.

Ja zum Provisorium, Angst vor «Providurium»

Gestern Freitag hat sich auch die IG Sömmerliwiese zu Wort gemeldet, die Gruppe also, die hinter der erfolgreichen Umzonungsinitiative gestanden hatte. Die IG ist gemäss Mitteilung bereit, das Provisorium für die Tagesbetreuung der Schulhäuser Feldli und Schoren auf der Sömmerliwiese zu akzeptieren. Bedingung ist, dass speditiv nach einem definitiven Standort für den Neubau gesucht wird.

Als definitive Standorte für die neue Infrastruktur der Tagesbetreuung sind die Areale Gerbeweg 15 und Schönaustrasse 62/ 64/70 im Gespräch. Ein Neubau am Gerbeweg wäre – abgesehen vom immer vorhandenen Risiko von Einsprachen durch Nachbarn – wohl einfach und rasch zu erstellen. An der Schönaustrasse würde die Tagesbetreuung baulich in ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt integriert. Unter diesem Bauplatz existieren zudem Altlasten, die beseitigt werden müssen.

Die IG Sömmerliwiese appelliert an die Stadt, bei der Suche nach dem Platz für den Neubau der Tagesbetreuung Feldli/Schoren nicht zu viel Zeit zu verlieren. Dieses Risiko bestehe angesichts «der Komplexität des Gesamtprojektes» an der Schönaustrasse. Das dürfe nicht zu langen Verzögerungen beim Abräumen des Provisoriums auf der zur Grünzone gehörenden Sömmerliwiese führen. Ein Provisorium in dieser Zone sei «nicht endlos zulässig», hält die IG fest. Viel länger als die vorgesehenen fünf Jahre dürfe es nicht dauern, bis die Wiese wieder vollumfänglich dem Quartier zur Verfügung stehe. (pd/vre)

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