Keine Festwirtschaft, keine Tombola, das Publikum nur mit Maske: Die Wittenbacher Musikgesellschaft trotzt Corona mit einem speziellen Unterhaltungsabend

Der Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Wittenbach musste im März wegen der Pandemie verschoben werden. Am Samstag wurde dies nachgeholt – unter Einhaltung eines Schutzkonzepts.

Ramona Riedener
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Die «Konkordia» bot einen bunten Melodienstrauss: Von rockig über verträumt, romantisch, urchig bis zackig. Dirigent Stefan Klieme führte das Orchester.

Die «Konkordia» bot einen bunten Melodienstrauss: Von rockig über verträumt, romantisch, urchig bis zackig. Dirigent Stefan Klieme führte das Orchester.

Bild: Ramona Riedener

«Weisch no…?» war das Konzertmotto der Musikgesellschaft Wittenbach am vergangenen Samstag in der Aula des OZ Grünau in Wittenbach. «Weisch no…?», werden sich irgendwann in ein paar Jahren die Musikantinnen und Musikanten, aber auch die Zuschauer fragen und sich an diesen denkwürdigen Abend erinnern. Sicher das erste Mal in der Vereinsgeschichte hoffte man nicht auf ein zahlreiches Publikum, denn es stand nur eine beschränkte Anzahl Sitzplätze zur Verfügung.

Die Unsicherheit in der Bevölkerung tat das Seine dazu bei, dass Numerus clausus nicht zur Anwendung kam, kein Stuhl aber frei blieb und die mit Schutzmasken bekleideten Zuschauer im vorgeschriebenen Abstand für zwei Stunden die schwierige Zeit etwas vergessen konnten.

Seit März auf diese Stunde gewartet

Lange musste das Publikum auf diesen Auftritt warten. Das Konzertprogramm sollte bereits im März am traditionellen Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Konkordia über die Bühne gehen. Doch bevor das Virus die ganze Welt in Ausnahmezustand versetzte, sagte der Verein den Anlass aus Sicherheitsgründen ab.

Die Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach betrat den Saal ebenfalls mit Maske, ehe die Mitglieder mit der Aufführung begannen.

Die Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach betrat den Saal ebenfalls mit Maske, ehe die Mitglieder mit der Aufführung begannen.

Bild: Ramona Riedener

Nach einer dreimonatigen Zwangspause nahm man den Probebetrieb wieder auf, motiviert, dem Publikum im Oktober einen musikalischen Genussabend zu bieten.

Corona hin, Corona her, das Konzert
soll stattfinden, zwar ohne
das Duo Messer & Gabel,
ohne Festwirtschaft und ohne Tombola.
Dirigent Stefan Klieme

Dirigent Stefan Klieme

Bild: Ramona Riedener

Doch wieder stand der Anlass auf Messers Schneide. Gerade noch rechtzeitig bevor die Corona Massnahmen wieder verschärft werden, konnten die Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Stefan Klieme ihre Zuschauer mit Evergreens, nostalgischen Häppchen, zackiger Marschmusik und heimatlichen Klängen verwöhnen. Alles Wissenswerte über die Musik erfuhr das Publikum von Hans Silberschmid, der kompetent durchs Programm führte.

Von «Rocky», über «Cats» und «Mary Poppins» bis zum Appenzeller Zäuerli

Kultrock der neuen Deutschen Welle aus den 80ern machte den Anfang. Es folgten romantische Schlager, Melodien aus der Boxerwelt von «Rocky», dem Roadmovie «Easy Rider», Highlights aus dem Musical «Cats» und zauberhafte Klänge aus dem Disney-Film «Mary Poppins». Mit dem Volkslied «Vo Luzern uf Wäggis» und dem Appenzeller Zäuerli «Bi üs dahäm» präsentierte die Musikgesellschaft heimatliche Klänge. Fast bildlich vor den Augen sah man die beiden Kultfiguren Dick und Doof im Stück «The Laurel & Hardy Theme». Zackige Märsche rundeten das abwechslungsreiche Programm ab, bevor sich die Musikgesellschaft nach mehreren Zugaben vom begeisterten Publikum verabschiedete.