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Trotz extremer Trockenheit: Keine Ausreisser beim Bodenseepegel

Gegen Ende Februar erreicht der Bodensee in der Regel den tiefsten Wasserstand. Dieses Jahr ist der Pegelstand zwar tiefer als im Vergleich mit dem Vorjahr, aber immer noch höher als im langjährigen Monatsmittel.
Andreas Walker
Aktuell dominiert Kies den Seezugang bei der Badi Hörnlibuck in Rorschacherberg. (Bild: Andreas Walker)

Aktuell dominiert Kies den Seezugang bei der Badi Hörnlibuck in Rorschacherberg. (Bild: Andreas Walker)

Die extreme Trockenheit vom Sommer 2018 in der weiteren Region Rorschach und vielen Teilen der Schweiz wirkt immer noch nach. So ist der Regenmangel des vergangenen Jahres zurzeit am niedrigen Pegelstand des Bodensees immer noch zu sehen. Zurzeit hat der Wasserstand des Bodensees eine Höhe von 395,16 Metern über Meer. Vor einem Jahr war der Pegelstand 58 Zentimeter höher.

Im Sommer 2018 war der Wasserstand im Hörnlibuck um einiges höher, als jetzt im Februar. (Bild: Andreas Walker)

Im Sommer 2018 war der Wasserstand im Hörnlibuck um einiges höher, als jetzt im Februar. (Bild: Andreas Walker)

Gegen Ende Februar ist der Pegel in der Regel am niedrigsten. Da über den Winter der meiste Niederschlag als Schnee fällt, ist das Wasser gebunden und kann nicht abfliessen. Mit dem Beginn der Schneeschmelze steigt jeweils der Pegel wieder an. Das stabile Hoch, das uns auch in der Region Rorschach seit Tagen schönes und trockenes Wetter bringt, sorgt dafür, dass jetzt grosse Mengen von Schnee zu schmelzen beginnen. Schliesslich erreicht der Pegelstand etwa zu Sommeranfang den höchsten Stand. Danach sinkt er nach und nach ab und strebt schliesslich wieder gegen das Minimum auf Ende Februar zu.

Wetteranomalien erschweren Pegel-Prognosen

Unerwartete Pegel treten jeweils bei lang andauernden ungewöhnlichen Wetterlagen auf, die den Wasserstand des Bodensees deutlich vom Durchschnitt abweichen lassen. Das vergangene Jahr hat dies in aller Deutlichkeit gezeigt. Im Januar 2018 wurde ein ungewöhnlich hoher Seepegel registriert. Infolge der starken Niederschläge im Januar und den gigantischen Schneemassen, die noch in den Alpen lagen, fürchtete man ein Hochwasser.

Der Januar 2018 war der wärmste seit Messbeginn 1864 und brachte Rekordtemperaturen. Deshalb floss bereits ungewöhnlich früh viel Schmelzwasser in den Bodensee. Dies führte dazu, dass die Pegel am Untersee in Berlingen und am Obersee in Romanshorn Ende Januar 30 Zentimeter höher waren als je gemessen zu dieser Jahreszeit. Als Folge davon war der Pegel im Frühling 2018 deutlich höher als im Durchschnitt. Somit deutete alles auf ein Hochwasser hin. Der ungewöhnliche Witterungsverlauf mit einer Monate langen extremen Trockenheit entschärfte schliesslich die Situation und führte dazu, dass der Pegel Mitte November auf einen ungewöhnlichen Tiefstand sank. Nach starken Niederschlägen im Dezember normalisierte er sich einigermassen wieder.

Hochwasser im Frühling eher unwahrscheinlich

Momentan liegt in den Bergen wieder überdurchschnittlich viel Schnee, allerdings ist es deutlich weniger, als gegen Ende des Winters 1999. Damals führten starke Regenfälle, kombiniert mit der Schneeschmelze zu einem Jahrhundert-Höchststand des Bodensees. Bereits vor einem Jahr lagen in den Bergen grosse Schneemengen, die das Potenzial für ein Hochwasser im Frühsommer gehabt hätten. Die über Monate dauernde Niederschlagsarmut entschärfte dann allerdings die Situation. Es hängt also stark davon ab, wie die Witterung in den nächsten Monaten verläuft. Der zurzeit tiefe Pegel wirkt allerdings einer Hochwasser-Situation entgegen.

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