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Kein «Stadtbühler» mehr in der Halle: Gossauer Brauerei zieht sich von der Offa und Olma zurück

Die Brauerei Stadtbühl AG Gossau ist vorläufig zum letzten Mal an der Offa. Grund dafür ist das veränderte Konsumverhalten. Für das Neubauprojekt in Gossau kündigt die Geschäftsleitung einen nächsten Anlauf an.
Roger Fuchs
Der Andrang täuscht: Das Konsumverhalten hat sich verändert, weshalb die Brauerei Stadtbühl künftig nicht mehr an der Offa und der Olma sein wird. Bild: Urs Bucher/TAGBLATT

Der Andrang täuscht: Das Konsumverhalten hat sich verändert, weshalb die Brauerei Stadtbühl künftig nicht mehr an der Offa und der Olma sein wird. Bild: Urs Bucher/TAGBLATT

«Auftritte an der Offa und Olma sind im Moment betriebswirtschaftlich für unser Unternehmen nicht mehr interessant», sagt Adrian Krucker. Er führt zusammen mit seinem Bruder die Brauerei Stadtbühl AG in Gossau in sechster Generation. Bereits an der Olma wird die Brauerei nicht mehr vor Ort sein. Somit endet morgen mit der 43. Offa auch eine lange Tradition. Seit 1969 war das Gossauer Familienunternehmen an der Olma und seit der Gründung 1977 auch an der Offa präsent − zuerst in wechselnder Besetzung an einem Gemeinschaftsstand mit Löwengarten und Sonnenbräu, seit den 1990er-Jahren schliesslich alleine.

Vieles hat sich mit den Jahren verändert. Nicht nur, dass die Halle 7 abgebrannt ist, sondern auch das Konsumverhalten der Gäste ist nicht mehr das Gleiche. Immer mehr konzentriere sich dieses auf die Abendstunden, sagt Adrian Krucker. Überdies erwähnt er die generell rückläufigen Besucherzahlen an der Olma und die Tatsache, dass bei schönem Wetter die Menschen immer schwerer in die Degustationshallen zu locken seien.

Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen

Auch wenn ein Messestand nützt, um wahrgenommen zu werden und sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, so sollte am Schluss ebenso das Werbebudget eingehalten werden. Adrian Krucker spricht mit Blick auf die letzten Auftritte an der Olma und Offa von einem fünfstelligen Verlust.

«Das Verhältnis zwischen der Werbung für das Unternehmen und dem Konsum der Besucherinnen und Besucher stimmt für uns nicht mehr.»

Keinesfalls will Krucker dies als Kritik an der Messeleitung verstanden haben. Im Gegenteil: «Wir hatten mit den Olma-Messen und den Hallenchefs immer ein sehr gutes Verhältnis.» Es sei ein ganz auf das eigene Unternehmen ausgerichteter Entscheid. Es gehe darum, für sich den richtigen Weg zu finden. Ergo sei eine spätere Rückkehr an die Olma und Offa in anderer Form denn auch nicht ausgeschlossen.

Vorerst will sich die Brauerei Stadtbühl AG in naher Zukunft auf Themenmessen konzentrieren wie beispielsweise das im September erstmals stattfindende neue Festival Bierprobier auf dem Olma-Gelände. Überdies war sie kürzlich an der Messe am See in Arbon.

Nächster Anlauf für Neubauprojekt

Den richtigen Weg finden muss die Brauerei auch im Hinblick auf einen möglichen Neubau am bisherigen Standort in Gossau. Das erste Projekt wurde bereits 2010 aufgegleist, konnte aber nicht realisiert werden. «Dieses ist definitiv vom Tisch», so Adrian Krucker. «Es laufen jetzt Anstrengungen, um ein neues Vorprojekt zu starten.» Bis im Sommer wolle man Klarheit haben, wie die Reise weitergehe. Mehr könne er zum aktuellen Zeitpunkt nicht dazu sagen.

Offen ist auch, ob man die Überarbeitung des Gossauer Baureglements abwartet. Darin würden Bestimmungen angepasst, die Auswirkungen auf das Projekt der Brauerei hätten. Adrian Krucker erwähnt unter anderem die veränderten Grenzabstände und auch die Ausnützungsziffer, die wegfallen soll. «Angesichts der langen Vorgeschichte spielt es keine Rolle, ob wir jetzt nochmals ein oder zwei Jahre zusätzlich warten», so der Braureichef.

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