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Kein Preis, aber wichtige Erfahrungen fürs Naturmuseum St.Gallen

In Warschau ist am Wochenende das europäische Museum des Jahres 2018 gekürt worden. Das Naturmuseum St.Gallen hat dabei nicht gepunktet. Was Direktor Toni Bürgin nicht wirklich stört.
Reto Voneschen
Toni Bürgin in «seinem» Naturmuseum. (Bild: Urs Bucher)

Toni Bürgin in «seinem» Naturmuseum. (Bild: Urs Bucher)

Der Direktor des Naturmuseums St.Gallen war vergangene Woche abwesend. Er verbrachte drei Tage in der polnischen Hauptstadt Warschau. Dies am Kongress, der der Verleihung des «European Museum of the Year Award» vom Samstagabend vorausging. Für diesen Preis waren in diesem Jahr 40 Museen aus 20 Ländern nominiert, darunter auch das neue Naturmuseum.

Der Hauptpreis ging ans Design-Museum London Genau wie die anderen drei nominierten Schweizer Museen hat das St.Galler Museum in Warschau keinen Preis gewonnen. Die Hauptauszeichnung ging ans Design-Museum in London. Mit Preisen wurden zudem osteuropäische, finnische, französische italienische und spanische Institutionen bedacht. Die Konkurrenz sei hart gewesen, da viele ausgezeichnete Museen «am Start» gewesen seien, sagt Toni Bürgin.

Toni Bürgin (rechts) mit dem Diplom, das die Teilnahme an der Kür des besten europäischen Museums 2018 dokumentiert. (Bild: PD)

Toni Bürgin (rechts) mit dem Diplom, das die Teilnahme an der Kür des besten europäischen Museums 2018 dokumentiert. (Bild: PD)

Natürlich sei er im ersten Moment etwas enttäuscht gewesen, dass sein Naturmuseum nicht habe punkten können. Anderseits sei die Teilnahme am Wettbewerb und am Fachkongress ein Erlebnis und eine Bereicherung gewesen. Er habe viele neue Kontakte in der europäischen Museumsszene knüpfen können, zieht Toni Bürgin eine positive Bilanz. Und nicht zuletzt habe die Teilnahme am «European Museum of the Year Award» die Möglichkeit geboten, das Naturmuseum St. Gallen einem internationalen Fachpublikum vorstellen zu können.

Wie andere Museen ihre Probleme lösen

Zum Spannendsten am Fachkongress in Warschau gehörte für Toni Bürgin der Erfahrungsaustausch mit den unterschiedlichsten Museumsverantwortlichen. Man habe da gesehen, wie es andere machten, welche Probleme sie hätten und wie sie diese Probleme lösten. Aufgefallen sei ihm dabei, wie unterschiedlich Museen nur schon in Warschau selber mit Mitteln ausgestattet seien, sagt Toni Bürgin.

Ein Thema, das heute alle Verantwortlichen umtreibt, ist gemäss dem Direktor des Naturmuseums die Frage, wie man im Museum Geschichten erzählt. Diesem «Storytelling» seien Workshops an der Tagung vor der Kür des europäischen Museum des Jahres 2018 gewidmet gewesen.

Die «Mary Rose», das 1545 versenkte Flaggschiff von Heinrich VIII. (Bild: PD)

Die «Mary Rose», das 1545 versenkte Flaggschiff von Heinrich VIII. (Bild: PD)

Aufs Tapet seien auch ethische Fragen gekommen. Dabei gehe es etwa darum, was man zeigen dürfe und was nicht. Konkret habe das britische Museum, das das Wrack der «Mary Rose» betreue, vom Umgang mit menschlichen Überresten berichtet, die zusammen mit dem 1545 gesunkenen Flaggschiff von Heinrich VIII. geborgen worden seien.

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