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Kein Open-Air-Kino mehr im St.Galler Kantipark: Veranstalter ziehen sich aus der Stadt zurück

Im St.Galler Kantipark gibt es diesen Sommer keine Filme zu sehen. Die Organisatoren des Open-Air-Kinos wollen sich auf Arbon und Kreuzlingen konzentrieren. Die Veranstalter begründen ihren Rückzug aus der Stadt mit Standortsorgen.
Luca Ghiselli
2019 beleibt die Kinoleinwand dem St.Galler Kantipark fern. Die Veranstalter wollen sich auf andere Standorte konzentrieren. (Bild: Urs Jaudas)

2019 beleibt die Kinoleinwand dem St.Galler Kantipark fern. Die Veranstalter wollen sich auf andere Standorte konzentrieren. (Bild: Urs Jaudas)

Sie gehören inzwischen zum Sommer wie Glacé oder ein kühles Bier: In der ganzen Ostschweiz haben sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten Freiluftkinos niedergelassen. Auch im St.Galler Kantipark gab es während der Schulsommerferien jeweils Filme unter freiem Himmel zu sehen. Bis jetzt. Die Veranstalterin, die Open Air Kino Cinair AG, hat entschieden, 2019 auf eine Durchführung des St.Galler Open-Air-Kinos zu verzichten, wie Radio Toxic.fm am Dienstag vermeldet hat.

Christof Huber, Geschäftsführer der Open Air Kino Cinair AG, sagt auf Anfrage, der Standort sei der ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung gewesen. «Es macht einen grossen Unterschied, ob die Kinobesucher den Bodensee oder eine Burg als Kulisse haben – oder eben den Kantipark.» Open-Air-Kino sei nämlich nicht nur zum Filmschauen da, es spiele auch eine grosse Portion Atmosphäre, Romantik und Gastronomie mit.

Christof Huber, Geschäftsführer der Open Air Kino Cinar AG. (Bild: Mareycke Frehner)

Christof Huber, Geschäftsführer der Open Air Kino Cinar AG. (Bild: Mareycke Frehner)

Gerade in die Gastronomie hat der Veranstalter, der auch die Freiluftkinos in Arbon und Kreuzlingen betreibt, im vergangenen Jahr investiert. «Wir haben in das Angebot in Arbon stark ausgebaut», sagt Huber. Deshalb habe man beschlossen, sich künftig auf diese Standorte zu konzentrieren. «Gerade weil wir in St.Gallen nie einen erstklassigen Standort hatten, entschieden sich wohl viele St.Gallerinnen und St.Galler für einen Besuch im nahegelegenen Arbon.»

«Die Stadt hat sich stets kooperativ gezeigt»

Um dem Standortproblem entgegenzuwirken, habe er in den letzten Jahren immer wieder Gespräche mit der Stadt St.Gallen geführt – von der Gewerbepolizei bis zu ehemaligen Stadträten. Er habe, auch als Veranstalter des Open Air St.Gallen, des «Honky Tonk» und des Festivals «Musig uf de Gass», einen guten Draht zur Verwaltung gepflegt. «Sie hat sich stets kooperativ gezeigt», bekräftigt Huber.

So kam es in den Anfangsjahren auch zu Standortwechseln: Anfang der Nullerjahre gastierte das Kino im Innenhof der Kantonsschule am Burggraben, danach im Lerchenfeld und kehrte dann in den Kantipark zurück. «Ein Standort wie der Klosterplatz war aber nie möglich – auch wegen der strengen Auflagen, die für den Platz gelten», sagt Huber.

Damit bleiben in der Stadt St.Gallen nur noch zwei Open-Air-Kinos: Jenes des Studiokinos Kinok im Innenhof der Lokremise und das Solarkino, das jeweils an verschiedenen Plätzen in der Stadt gastiert.

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