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Glosse

Kein Heimspiel für den Drachen Gossi

Der FC Gossau hat ein neues Maskottchen. Und ignoriert mit seiner Wahl den alteingesessen Drachen.
Johannes Wey
Das neue Maskottchen des FC Gossau - getauft wird es beim Heimspiel am Samstag. (Bild: PD)

Das neue Maskottchen des FC Gossau - getauft wird es beim Heimspiel am Samstag. (Bild: PD)

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, ein grosser grüner Drachen, der im Wald am Rand einer kleinen Stadt lebte...

Was wie der Anfang eines Märchens klingt, hat keinen guten Ausgang genommen. 2003 war es, als der Drache Gossi die ganze Stadt verzauberte. Ins Leben gerufen von der Vereinigung Gossau Plus, hat der Drache im verwunschenen Buechenwald eine Heimat samt Themenweg erhalten. Weil er so ein netter Drache war, wurde er schnell zum Liebling der Gossauer.

Die Liebe währte aber nicht lange. Sieben Jahre später wurde der Themenweg wieder abgebaut. In Gossau hatte niemand mehr Verwendung für einen liebenswürdigen Drachen. Bis 2019.

Plötzlich wünschte der FC Gossau, dass das grüne Wappentier der Stadt wieder zum Leben erwacht. Sein neues Maskottchen wird am Samstag beim Heimspiel auf der Sportanlage Buechenwald getauft. Fest steht jetzt schon: Gossi wird nicht zwischen den Baumkronen des Buechenwalds hervorgeflattert kommen. Hector, Drago oder Flint wird der Lindwurm heissen. Über diese drei Namen hat der FC Gossau abstimmen lassen.

Dabei wäre Gossi ein Maskottchen, wie es sich jeder Fussballklub wünscht. Jedes Heimspiel wäre auch für den Drachen aus dem Buechenwald ein solches. Wie früher könnte der treue Fan die Spiele von hoch oben auf dem Nafag-Turm verfolgen – man stelle sich vor, wie eingeschüchtert die Gästeteams bei diesem Anblick wären! Nicht zuletzt steht Gossi als Galionsfigur eines Lehrmittels für die Förderung der Jugend, auch neben dem Fussballplatz – ganz im Sinne des Labels «Sport-verein-t».

Trotzdem gibt es für Gossi bis jetzt kein Happy End. Aber man kann hoffen, dass Hector, Drago oder Flint auch einmal den Weg in den Buechenwald finden. Dann hätte Gossi immerhin einen Spielgefährten gewonnen. Und das Märchen könnte enden, wie es sich gehört: «Und wenn sie nicht gestorben sind...»

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