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St.Galler rast gegen die Weltspitze

Der 14-jährige Alessio Barone vertritt die Schweiz an den Kart-Weltmeisterschaften in Italien.
Christoph Renn
Der 14-jährige Kartfahrer Alessio Barone ist einer der schnellsten Schweizer in seiner Alterskategorie. Nun fährt er um den Weltmeistertitel.Bild: Lisa Jenny

Der 14-jährige Kartfahrer Alessio Barone ist einer der schnellsten Schweizer in seiner Alterskategorie. Nun fährt er um den Weltmeistertitel.Bild: Lisa Jenny

Go-Karts sind zwar klein. Doch haben sie eine Menge Power unter der Haube. Mit bis zu 115 Kilometer pro Stunde legen die Fahrer darin Runde für Runde zurück. Mit einem Ziel: als Erster die Ziellinie zu überqueren. Einer der talentiertesten Schweizer Nachwuchsfahrer ist der 14-jährige Alessio Barone aus Haggen. Als zweiter der Junioren-Schweizer-Meisterschaften hat er sich für die Weltmeisterschaften qualifiziert. Heute findet im italienischen Sarno das Qualifikationsrennen statt. Die besten 34 Fahren schaffen es ins Finale vom Samstag.

Für Alessio und seinen Mechaniker, Vater Pino Barone, ist es die erste Reise nach Sarno in der Nähe von Neapel. Zusammen haben sie sich am Samstag in ihrem selbstumgebauten Transportwagen auf die Reise gemacht. Darin schlafen und essen sie während der Tage in Italien. Vater und Sohn haben viel Zeit ins Training investiert. Nun soll Alessio das Finale erreichen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. «Die Fahrer der anderen Länder trainieren viel häufiger als Alessio», sagt Pino Barone. In der Ostschweiz fehlen die passenden Anlagen dazu. «Es gibt Rennstrecken in Bern oder Wohlen, die haben aber nur am Samstag offen.» Deshalb fahren Alessio und sein Vater jede zweite Woche zum Training zu einer Rennstrecke in Italien, Deutschland oder Österreich. Auch deshalb ist Go-Kart-Fahren ein teures Hobby. «Vor allem für einen alleinerziehenden Vater.»

Go-Kart-Fahren liegt in der Familie

Go-Kart-Fahren ist bei den Barones eine Familienangelegenheit. So frönte auch Vater Pino dem aufwendigen Hobby. Seine Leidenschaft hat er dann seinem ersten Sohn Antonio weitergegeben. Dass auch Alessio einmal in einen Go-Kart steigen würde, zeichnete sich also früh ab. Doch der Start vor fünf Jahren war schwierig. «Anfangs hatte ich Angst vor der hohen Geschwindigkeit», sagt Alessio Barone. Zuerst sei er deshalb eher langsam gefahren. «Ich war einfach noch nicht an die Schnelligkeit gewöhnt.» Doch habe es ihm von Anfang an Spass gemacht. Drei Jahre lang ist er dann hobbymässig gefahren. «Seit rund zwei Jahren fahre ich Rennen.» Normalerweise fährt Alessio Barone mit seinem eigenen Fahrzeug um den Sieg. Doch anders als bei der Formel 1 bekommen an den Kart-Weltmeisterschaften alle Teilnehmer das gleiche Modell. Es geht also nicht darum, wer das schnellste Kart zusammenbaut. Es zählt nur das fahrerische Können. «Seit Montag dürfen wir uns auf der Rennstrecke an die neuen Gefährte gewöhnen», sagt Alessio. Und natürlich an die für ihn neue Strecke in Sarno.

Werkfahrer für eine Kart-Fabrik

An der Junioren-WM rechnet sich Alessio noch keine Chancen auf einen Podestplatz aus. Der Wettkampf soll aber ein Schritt für seine Zukunft in der Rennszene sein. Dort will er nämlich irgendwann arbeiten. «Dass er einmal in der Formel 1 an den Start gehen wird, ist jedoch sehr unwahrscheinlich», sagt Vater Pino Barone. Es sei kaum möglich, die finanziellen Mittel dafür aufzutreiben, um im Multimillionen-Geschäft mithalten zu können oder Fuss zu fassen.

Doch in der Welt des Motorsports gibt es nicht nur die Formel 1. «Vielleicht werde ich Werkpilot in einer Kart-Fabrik oder Fahrer in einem kleineren Zirkus wie dem Renault-Clio-Cup», sagt Alessio. Zuerst warten nun aber die 27 Runden des Qualifikationsrennens an den Weltmeisterschaften. «Ich bin schon etwas nervös.» Doch die Vorfreude auf die Rennen im italienischen Sarno überwiegt. Und er habe sich – so gut es gehe – auf den internationalen Wettkampf vorbereitet.

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