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Gossauer Bauprojekt-Domino: Karl Weil baut, Regiobus wartet

Die Karl Weil AG baut im Gossauer Langfeld einen neuen Geschäftssitz. Auf dem frei werdenden Areal an der Tannenstrasse will die Regiobus AG eine neue Einstellhalle erstellen. Allerdings verzögert sich die Planung.
Herbert Bosshart
Dort, wo jetzt noch eine Baugrube ist, entsteht der neue Firmensitz der Karl Weil AG in Gossau. (Bild: Herbert Bosshart)

Dort, wo jetzt noch eine Baugrube ist, entsteht der neue Firmensitz der Karl Weil AG in Gossau. (Bild: Herbert Bosshart)

Schon 2016 fragte die Regiobus AG die Karl Weil AG an, ob die Geschäftsliegenschaft an der Tannenstrasse in Gossau zu kaufen sei. Zusagen konnte der Plattenlegerbetrieb erst zwei Jahre später. Erst mit der Schaffung einer neuen Gewerbezone im Langfeld ergab sich nämlich die Gelegenheit zum Bau eines neuen Firmensitzes und damit zum Umzug. «Jetzt sind wir so weit», sagt Michael Weil, Geschäftsführer der Karl Weil AG. «Vor einigen Wochen haben wir die Baubewilligung erhalten. Der Aushub ist bereits erledigt, die Arbeiten am Fundament haben begonnen.» Wenn alles planmässig verläuft, wird der neue Firmensitz Ende Juni 2019 in Betrieb genommen.

Auf dem rund 2700 Quadratmeter grossen Areal hinter der Mega AG entsteht ein reiner Gewerbebau. Die Forol Generalunternehmung AG hat das Projekt entwickelt und die Federführung übernommen. Peter Saner vom Architekturbüro Amman & Koller ist für Architektur, Detailplanung und Bauführung zuständig. «Wir bauen für die Karl Weil AG eine grosse Lagerhalle mit einem grosszügigen Bürotrakt», sagt Peter Saner.

Grosse Lagerhalle ist Kernstück des Neubaus

Die Grundfläche des Neubaus beträgt 780 Quadratmeter. Rund ums Gebäude führt eine Einbahnstrasse für die Zu- und Wegfahrt der Lieferanten und der firmeneigenen Fahrzeuge. Im Südteil ist eine spezielle Waschanlage für Maschinen und Firmenfahrzeuge geplant. Die restliche Grundstücksfläche dient als Parkplatz für Kunden und Mitarbeiter sowie als Aussenlagerplatz. Das Kernstück des neuen Firmensitzes bildet die über zehn Meter hohe und 350 Quadratmeter grosse Lagerhalle, die als Stahlkonstruktion mit einer speziellen Leichtmetall-Verschalung erstellt wird. In ihrem Zentrum steht ein siebeneinhalb Meter hohes Hochregallager, das Platz für rund 350 Euro-Paletten bietet. Hier werden die verschiedenen Baumaterialien wie Plättli, Baustoffe und Profile gelagert. Die Anlieferung erfolgt unter einem Vordach auf der Nordseite der neuen Lagerhalle. Zum Lagerteil gehört auch ein spezieller Trockenraum für die Lagerung von Zusatzmaterial und Maschinen.

Der Bürotrakt des Neubaus bildet das Gesicht des Gewerbebaus. Im Parterre sind der Empfang und die Büros für die Geschäftsleitung und die Administration untergebracht. Über den Büros und direkt von der Halle aus zugänglich sind die Garderoben vorgesehen. Noch einen Stock höher befinden sich die Technik- und Archivräume. Der Büro- und Personaltrakt wird als Betonbau erstellt.

Peter Saner schätzt, dass das Aufrichtfest noch in diesem Jahr gefeiert werden kann. «Wir verlegen jetzt die Rohre und können schon bald die Grundplatte giessen», sagt er. «Die Inbetriebnahme im Juni 2019 ist realistisch.»

Das frei werdende Areal der Karl Weil AG an der Tannenstrasse im Mettendorf wurde von der Regiobus AG gekauft. Sie möchte hier eine neue, rund 900 Quadratmeter grosse Einstellhalle für ihre Fahrzeugflotte bauen. Zum Bedauern von Geschäftsführer Bruno Huber dürfte sich die Realisierung der dringend notwendigen Betriebserweiterung aber weiter verzögern. «Wir können nicht einfach einen hohen Hallenneubau erstellen.» Denn das Areal befinde sich in der Bauzone WG3, in der maximal dreigeschossige Wohn- und Gewerbebauten möglich seien.

Seit fünf Jahren am Sondernutzungsplan

Bis die Regiobus AG mit der Detailplanung beginnen und an eine Baueingabe denken kann, muss ein Sondernutzungsplan erarbeitet werden. «Wir arbeiten jetzt seit rund fünf Jahren zusammen mit der Stadt Gossau, den umliegenden Gewerbebetrieben und Grundbesitzern an diesem Plan.» Sich laufend verändernde Verhältnisse und unterschiedliche Ansichten haben bisher eine Lösung verhindert. «Das Ganze ist ein langwieriger Prozess, der viel Kraft fordert», sagt Bruno Huber. «Wir werden aber hoffentlich nicht mehr allzu lange im Provisorium leben müssen.»

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