Kommentar

Karin Winter-Dubs hat mit ihrem Rückzug in der Niederlage Grösse gezeigt

SVP-Stadtratskandidatin Karin Winter-Dubs hat gerade 24 Stunden gebraucht, um die Konsequenzen aus ihrem enttäuschenden Resultat bei den Stadtratswahlen zu ziehen. Sie hadert nicht, sie windet sich nicht und sie ziert sich auch nicht.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Bild: Ralph Ribi

Karin Winter-Dubs stellt sich mit ihrem schnellen Verzicht auf den zweiten Wahlgang selbstlos in den Dienst einer bürgerlichen Allianz. Ihr schlechtes Abschneiden im ersten Wahlgang zeigt deutlich: Die SVP hat im Moment keine Chance, einen Sitz im St.Galler Stadtrat zu erobern.

Das hat rein gar nichts mit der Kandidatin Karin Winter-Dubs zu tun, sondern mit dem Anti-SVP-Reflex, der in der Stadt weitaus grösser ist als andernorts. Das haben die Volkspartei und ihre Kandidatin einsehen müssen.

In der Niederlage Grösse beweisen. Das ist eine Tugend, die längst nicht alle Politikerinnen und Politiker haben. Sie reden Niederlagen schön oder verunglimpfen politische Gegner. Nicht so Karin Winter-Dubs. Ihr Verzicht stützt sich auf eine saubere Analyse. Mit ihrem schnellen Rückzug schafft sie ein Stück Klarheit. Dieses Verhalten verdient Respekt.

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