15-Millionen-Franken-Projekt: Kapazität vom «Gartenhof» in Steinach wird verdoppelt

Bagger haben zwar bereits eine tiefe Baugrube ins Erdreich gegraben, doch am Montagvormittag fand der eigentliche Baustart des Erweiterungsbaus für das Betreute Wohnen Gartenhof in Steinach statt. Bewohner der Alterseinrichtung liessen es sich nicht nehmen, selbst mit dem Spaten aktiv zu werden.

Rudolf Hirtl
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Sie stemmen Spaten und Neubau als Team: (von links) Gemeindepräsident Roland Brändli, Theres Aschwanden (Architektin), Andreas Knöpfel (Heimleiterin) und Gemeinderat Markus Lanter. (Bild: Rudolf Hirtl)

Sie stemmen Spaten und Neubau als Team: (von links) Gemeindepräsident Roland Brändli, Theres Aschwanden (Architektin), Andreas Knöpfel (Heimleiterin) und Gemeinderat Markus Lanter. (Bild: Rudolf Hirtl)

Rund zwei Jahre wird es dauern, bis der Erweiterungsbau für das Betreute Wohnen Gartenhof in Steinach bezugsbereit ist. Für die Bewohner wird es spannend sein, die Entstehung des Baukörpers mitzuverfolgen. Einige von ihnen haben es sich denn auch nicht nehmen lassen, am gestrigen Spatenstich teilzunehmen und mit Gästen aus Politik und Baubranche auf ein erfolgreiches Gelingen anzustossen.

Daran gibt es aus Sicht des Gemeindepräsidenten keinen Zweifel. «Ich freue mich ausserordentlich darauf, was hier in den kommenden Monaten entsteht. Es ist ein wunderbarer Moment für uns alle. Ich wünsche ihnen allen viel Freude mit der Erweiterung», sagt Roland Brändli, ehe Frauen und Männer zu den Spaten greifen, um den Baustart auch eine offizielle Note zu verleihen.

Gebäude sind unterirdisch mit Gang verbunden

Zuvor macht Architektin Theres Aschwanden auf den Werdegang des 15-Millionen-Franken-Projektes aufmerksam, das die Steinacher Stimmbürger im September 2016 mit einer deutlichen Mehrheit guthiessen. «Im Juni 2014 wurde der Architekturwettbewerb lanciert und bereits im September desselben Jahres durften wir uns über die Zusage freuen. Seither haben sich 12 Teams mit dem Projekt beschäftigt und die Detailplanung für Rohbau, Brandschutz, Technik usw. erstellt.» Hauptziel sei gewesen, dass Alt- und Neubau zusammenspielen und als Einheit wahrgenommen werden.

Auch Bewohnerinnen und Bewohner des «Gartenhofs» in Steinach griffen zu den Spaten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Auch Bewohnerinnen und Bewohner des «Gartenhofs» in Steinach griffen zu den Spaten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Markus Lanter, Präsident der Betriebskommission Betreutes Wohnen Gartenhof, macht in einer Ansprache darauf aufmerksam, dass durch den Neubau die Kapazität des Gartenhofs von 29 auf 58 Plätze verdoppelt und mit Abteilungen für Demenz- und Pflegefälle ergänzt werde. Auch er verweist auf das Zusammenspiel von Alt und Neu. «Die beiden Gebäude werden durch einen unterirdischen Gang verbunden sein. Bewohner und Angestellte können die Einheit so nicht nur spüren, sondern auch im Winter ohne Mantel zwischen den Gebäuden wechseln.»