Kein Geld für Kunst am Bau

Beim neuen Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen wurde Kunst am Bau in der Planungsphase wie üblich zwar diskutiert, dann aber verworfen. Warum eigentlich?

Brigitte Schmid-Gugler
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Das Bundesverwaltungsgericht an sich soll als «Baukunst» genügen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Bundesverwaltungsgericht an sich soll als «Baukunst» genügen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der oberste Chef des neu bezogenen Bundesverwaltungsgerichts, Markus Metz, gehörte wie der Kantonsbaumeister Werner Binotto zu den Befürwortern eines integrierten Kunst-am-Bau-Projekts. Doch auch das Architekturbüro Staufer & Hasler, welches den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte und den Blau plante und ausführte, musste sich schliesslich beugen. Denn der Bund wollte die Zusatzkosten für Kunst nicht auf sich nehmen. Zudem wurden die Zuständigkeiten zwischen dem Kanton als Auftraggeber und den Bund als Mieter hin- und hergeschoben. Diese fehlende Koordination und die unklaren Verantwortlichkeiten haben schliesslich dazu geführt, dass es nun keine Kunst am Bau an einem Gebäude mit kulturellem Symbolcharakter gibt – was von verschiedenen Seiten auf wenig Verständnis stösst.

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