ST.GALLEN: Kanton soll 200 Millionen in Pensionskasse einschiessen

Der Kanton St.Gallen soll einmalig 200 Millionen Franken in die Pessionskasse des Staatspersonals einschiessen, um eine Deckungslücke zu schliessen. Die Unterdeckung ist durch die Senkung des technischen Zinssatzes entstanden.

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In der Pensionskasse des St.Galler Staatspersonals klafft eine Lücke. (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

In der Pensionskasse des St.Galler Staatspersonals klafft eine Lücke. (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

ST.GALLEN. Der Zinssatz beträgt seit Anfang 2016 nur noch 3 statt 3,5 Prozent, wie Finanzdirektor Martin Gehrer am Mittwoch bei der Präsentation der Staatsrechnung ausführte. Durch die Anpassung verschiedener technischer Parameter reduziere sich der Deckungsgrad der Pensionskasse.

Laut Gehrer will die Regierung dem Kantonsrat Anfang April eine Vorlage unterbreiten. Darin schlägt sie eine Einmaleinlage des Kantons von rund 200 Millionen Franken vor. Die Vorlage untersteht dem obligatorischen Referendum. Das letzte Wort hat als das Volk.

Die Reduktion des Zinssatzes treffe vor allem Rentner und die Mitglieder der Übergangsgeneration. Diese Kosten soll der Kanton übernahmen, um eine Finanzierung der Deckungslücke auf Kosten der aktiven Angestellten vermeiden. Diese hätten sich 2013 bereits an der Ausfinanzierung der Pensionskasse beteiligen müssen. (sda)