Junglenker erhält Auto zurück

ST.GALLEN. Ein 23-Jähriger hat sich vor Kantonsgericht erfolgreich dagegen gewehrt, dass sein Auto eingezogen und verwertet wird. Der in der Schweiz aufgewachsene Türke war vom Kreisgericht Wil verurteilt worden, weil er in Uzwil mit übersetztem Tempo einen Autounfall verursacht hatte.

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ST.GALLEN. Ein 23-Jähriger hat sich vor Kantonsgericht erfolgreich dagegen gewehrt, dass sein Auto eingezogen und verwertet wird. Der in der Schweiz aufgewachsene Türke war vom Kreisgericht Wil verurteilt worden, weil er in Uzwil mit übersetztem Tempo einen Autounfall verursacht hatte. Er verlangte am Donnerstag die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils (Ausgabe von gestern). Nun hat das Kantonsgericht sein Urteil veröffentlicht. Es sprach ihn zwar der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig, senkte das Strafmass aber deutlich. Der Mann erhält eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Der Vollzug wird mit einer Probezeit aufgeschoben. Das Kreisgericht hatte zwei Jahre gesprochen. Das beschlagnahmte Auto ist laut Kantonsgericht herauszugeben. Allerdings geht es nicht an den Unfallverursacher, sondern an seine Mutter. Der Verteidiger hatte gesagt, nicht sein Mandant gelte als Halter des Autos, sondern die Mutter.

Die Kosten des Untersuchungs- und des erstinstanzlichen Verfahrens von rund 12 000 Franken muss der 23-Jährige bezahlen. Die Kosten des Berufungsverfahrens betragen rund 7000 Franken. Davon muss der Beschuldigte drei Fünftel berappen, den Rest zahlt der Staat. (cis)

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