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Kantonalverband übt harte Kritik an Schulbehörden der Stadt: Unzimperliche Methoden und Einschüchterung

Der Lehrerinnen- und Lehrerverband des Kantons St.Gallen (KLV) übt Kritik an Schuldirektion und Schulamt der Stadt St.Gallen. Er wirft ihnen in einer Mitteilung fragwürdige Methoden beim Umgang mit den Lehrkräften vor.
Eine der ungerechtfertigten Entlassungen betraf einen Reallehrer im Schulhaus Buchental. (Bild: Urs Bucher - 24. Mai 2019)

Eine der ungerechtfertigten Entlassungen betraf einen Reallehrer im Schulhaus Buchental. (Bild: Urs Bucher - 24. Mai 2019)

(pd/vre) Die Stadt St.Gallen hat gemäss Gerichtsurteilen zwei Lehrer unrechtmässig entlassen und muss sie mit insgesamt rund 300000 Franken entschädigen. Die Fälle wirbeln in der Öffentlichkeit viel Staub auf. Jetzt äussert sich dazu der Kantonale Lehrerinnen- und Lehrerverband (KLV).

In der «Tagblatt»-Berichterstattung war die Rede davon gewesen, die Direktion Bildung und Freizeit der Stadt St.Gallen habe beim Kantonalverband den Ruf, unzimperlich zu sein. Wieso dem so ist, wird in der Mitteilung ausgeführt. In der Stellungnahme übt der KLV Kritik an der städtischen Schuldirektion und an deren Schulamt.

Wertschätzung steht «nicht an oberster Stelle»

In den letzten Jahren hätten sich beim KLV die Rechtsanfragen von Lehrpersonen aus der Stadt St.Gallen gehäuft. Die dahinter stehenden Fälle zeigten, dass in der Schuldirektion und im Schulamt die Wertschätzung und das Wohlwollen gegenüber den Mitarbeitenden nicht gerade an oberster Stelle stünden:

«Ganz im Gegenteil, bei Problemen wird Druck ausgeübt, werden kritische Stimmen mit unzimperlichen Methoden mundtot gemacht, irgendwelche Anschuldigungen gegenüber Lehrpersonen ungeprüft geglaubt, so dass angstfreies Unterrichten nur schwer möglich ist.»

Das sei kein förderliches Arbeitsklima, kritisiert der Lehrerinnen- und Lehrerverband in seiner Stellungnahme. Der KLV wahrt gemäss Mitteilung die Interessen auch der Lehrpersonen der Stadt St. Gallen und unterstützt diese, wo nötig. Dafür seien immer wieder Gespräche mit der obersten Schulführung der Stadt nötig. Ebenso suchten Lehrpersonen teilweise juristische Unterstützung, um ihre Rechte durchsetzen zu können. Wie die abgeschlossenen Fälle und ein noch hängiger Fall zeigten, täten sie dies wohl nicht zu Unrecht.

Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang

Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, streitet die Schulstadt St.Gallen auch noch auf anderen Ebenen juristisch: «Neben Rechtsstreitigkeiten mit Lehrpersonen gibt es auch solche mit anderen Schulgemeinden und dem Kanton. Stehen solche Gerichtsverfahren mit zweifelhaften Erfolgsaussichten einer Kantonshauptstadt gut zu Gesicht?», fragt sich der Lehrerinnen- und Lehrerverband in seiner Mitteilung.

Für den Verband gibt es Anzeichen dafür, dass das Image der Schulstadt St.Gallen unter all diesen Vorkommnissen leidet. Er habe jedenfalls Kenntnis von Lehrpersonen, welche sich aufgrund solcher Vorfälle und der mangelhaften Personalführung bewusst von der Stadt abgewendet hätten.

Dass die allermeisten Lehrpersonen und Schulleitungen unter diesen Bedingungen trotzdem «grossartige Arbeit» leisteten, könne «nicht genug gewürdigt werden», heisst es in der Mitteilung des Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes. Diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müsse man Sorge tragen.

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